SJ Wien: Genitalverstümmelung muss ein anerkannter Asylgrund sein!

Alleine in Österreich 8.000 Frauen und Mädchen betroffen

Wien (OTS/SPW) - Anlässlich des internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung fordert die Sozialistische Jugend Wien (SJ Wien) heute Mittwoch vor dem Parlament im Zuge einer Aktion Female Genital Mutilation (FGM) auch als Asylgrund anzuerkennen.****

"Leider ist die Sensibilität für das Thema Genitalverstümmelung in Österreich immer noch nicht ausreichend. Wir wollen auf diese Menschenrechtsverletzung aufmerksam machen und fordern die Politik auf zu handeln! ", erklärt Sara do Amaral Tavares da Costa, Frauensprecherin der SJ Wien, die Aktion. Alleine in Österreich leben schätzungsweise 8.000 Frauen und Mädchen, die von
FGM betroffen sind. FGM ist damit immer noch ein aktuelles Problem in Österreich. Zu kritisieren ist vor allem der Umgang mit der Problematik im Asylwesen, so Costa. "Gerade hier muss eine stärkere Sensibilität für die Betroffenen geschaffen werden. Die BeamtInnen müssen besser geschult werden, damit sie die Gefahr von FGM erkennen. Es kann nicht sein, dass Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind, abgeschoben werden. Hier besteht noch viel Handlungsbedarf."

Opfer von FGM haben mit schwerwiegenden psychischen und körperlichen Folgen zu leben. Darauf müsse besonders eingegangen werden. "FGM ist ein brutaler Eingriff in die Sexualität und die Selbstbestimmung von Frauen. Wenn Frauen flüchten, um sich oder ihre Kinder vor dieser Praxis zu schützen, muss ihnen Asyl gewährt werden. Der derzeitige Umgang mit dem Thema hingegen ist fahrlässig", so Costa abschließend.

Fotos der Aktion sind im Internet abrufbar:
http://sj-wien.at/content/wien/fotos/aktionen/gallery/1315.html

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Landessekretär Sozialistische Jugend Wien
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