Kadenbach: Überfischung der Meere muss gestoppt werden - EU-Parlament für strenge Regelungen

Rückwurfverbot findet Zustimmung von Europaabgeordneten

Wien (OTS/SK) - Heute, Mittwoch, hat das EU-Parlament über die gemeinsame Fischereipolitik abgestimmt. "Als besonderer Erfolg ist zu werten, dass sich das EU-Parlament für ein Rückwurfverbot ausgesprochen hat. Noch immer können zu kleine oder nicht vermarktungsfähige Fische von Fischern ins Meer zurückgeworfen werden, ohne für diese Fische eine Quote zu nutzen. Das Rückwurfverbot wird dazu beitragen, dass selektiver gefischt wird und somit ein Beitrag gegen die Überfischung der Meere geleistet wird", unterstreicht die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie betont, dass 80 Prozent der Mittelmeerbestände und 47 Prozent der Atlantikbestände derzeit überfischt seien. ****

Ebenso hat man sich für strengere Fangquoten ausgesprochen, besonders bei überfischten Beständen sollen künftig keine überhöhten Fangquoten mehr zugelassen werden, bis sich die Fischart wieder erholt hat. "Das EU-Parlament hat auch Solidarität mit Drittländern gezeigt. Auch in deren Gewässern dürfen EU-Fischfangflotten nicht mehr zur Überfischung beitragen", erläutert Kadenbach. Vor allem an der afrikanischen Küste seien zahlreiche lokale Fischer bedroht, da die großen Flotten ihre Reviere leerfischen. "Das EU-Parlament hat heute auch klar gemacht, dass man es nicht akzeptiert, wenn die Regeln gebrochen werden. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, soll die EU-Fischereisubventionen verlieren. So können wir den Druck erhöhen und wir zeigen, dass es kein Kavaliersdelikt ist, bedrohte Arten weiterhin zu gefährden", bemerkt Kadenbach. (Schluss) bj/mp

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