Kadenbach zu CITES: Illegalen Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten rigoros bekämpfen

Artenschutz auch in Landwirtschafts- und Fischereipolitik stärker berücksichtigen

Wien (OTS/SK) - Von 3. bis 14. März findet in Bangkok die 16. Artenschutzkonferenz (CITES) statt. Das Europäische Parlament hat deshalb heute, Mittwoch, seine Forderungen bezüglich CITES dargelegt. Für die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach ist es erfreulich, dass das EU-Parlament mit seiner breiten Zustimmung zum Entschließungsantrag klar gemacht hat, dass der Artenschutz kein Randthema ist, sondern in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken muss. "Artenschutz betrifft nicht nur den Handel mit gefährdeten Arten wie er auf der kommenden Konferenz beraten wird, sondern er muss in allen Politikbereichen Berücksichtigung finden. Dazu gehört auch die Landwirtschafts- oder die Fischereipolitik", sagt die Europaparlamentarierin, die Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments ist. ****

Zum Treffen in Bangkok merkt Kadenbach an, dass man den illegalen Handel mit bedrohten Tier- oder Pflanzenarten ebenso rigoros bekämpfen müsse wie Drogen- oder illegalen Waffenhandel. "Hinter der Wilderei steht ein riesiger Markt, der Millionenerträge erwirtschaftet. Wird hier nicht vehement eingeschritten und politische Verantwortung übernommen, um strenge Regelungen zu etablieren, werden manche Tierarten bald ganz verschwinden", so Kadenbach. Sie plädiert auch an das Gastgeberland Thailand, Verbesserungen vorzunehmen. "In Thailand ist der Handel mit Elfenbein noch immer erlaubt, solange das Elfenbein von heimischen Elefanten stammt. Um den Bedarf decken zu können, kommt es aber immer wieder zu illegalen Einfuhren, vorwiegend aus Afrika", erläutert Kadenbach. Sie hat deshalb - gemeinsam mit dem liberalen niederländischen EU-Abgeordneten Gerben-Jan Gerbany - einen offenen Brief an die thailändische Premierministerin Yingluck Shinawatra gerichtet, in dem gefordert wird, den Handel mit Elfenbein einzudämmen. (Schluss) bj/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004