Bayr zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM): FGM ist eine Menschenrechtsverletzung!

FGM weltweit bekämpfen

Wien (OTS/SK) - "Weibliche Genitalverstümmelung hat keinerlei positive Effekte und verletzt weltweit die Rechte von Frauen und Mädchen", stellt Petra Bayr, Gründerin der österreichischen Plattform stopFGM und Nationalratsabgeordnete der SPÖ, anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung fest. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation müssen 140 Millionen Frauen und Mädchen mit körperlichen und seelischen Folgen der Verstümmelung leben. ****

Die nächste Frauenstatuskommission der Vereinten Nationen (CSW) wird im März das Thema Gewalt als Schwerpunkt haben. "Darunter fallen auch traditionelle Formen der Gewalt, wie FGM", stellt Bayr klar und fordert die österreichische Delegation auf, sich gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen einzusetzen: "Ich erwarte mir, dass die österreichischen VerhandlerInnen besonders engagiert gegen Gewalt an Frauen auftreten, auch gegen die so genannten traditional practices, die in einigen Ländern gerne heruntergespielt werden." Die EU müsse bei den Verhandlungen "geschlossen gegen Gewalt an Frauen auftreten" und klarstellen, dass "geschlechtsspezifische Gewalt kein Kavaliersdelikt ist", pocht Bayr auf eine starke Verhandlungsposition der Mitgliedstaaten.

Das internationale Engagement Österreichs in diesem wichtigen Feld lasse "sehr zu wünschen übrig" kommentiert Bayr die Leistungen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). "Es gibt weder nennenswerte Summen für die direkte Bekämpfung von FGM, noch für den Einsatz gegen die zugrunde liegenden Ursachen der weiblichen Genitalverstümmelung", zeigt sich Bayr enttäuscht. Die Gleichstellung der Geschlechter ist im Dreijahresprogramm der OEZA ein Querschnittsthema, "leider fließt aber viel zu wenig Geld für konkrete Maßnahmen, um Frauen zu stärken und sie in der Folge auch vor FGM zu schützen", stellt Bayr fest.

Bei der gestrigen Pressekonferenz der Plattform stopFGM ging Bayr vor allem auf Erfolge in Österreich ein, "internationale Erfolg durch österreichische Unterstützung müssen bald folgen" fordert die Gründerin der Plattform. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek betonte, dass FGM endlich aus der Tabuzone zu holen sei während Sandra Pfleger, ehemalige Mitarbeiterin von EIGE (European Institute for Gender Equality), einen Überblick über die Aktivitäten auf EU-Ebene gab. (Schluss) up/mp

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