Neues Volksblatt: "Österreicher werden" von Markus EBERT

Ausgabe vom 6. Februar 2013

Linz (OTS) - "Man sollte stolz sein, Österreicher werden zu dürfen", sagt Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Sprich: Die Staatsbürgerschaft ist nichts, was es im Vorbeigehen zum Okkasionspreis gibt. Mit dem neuen Staatsbürgerschaftsgesetz liegen die Kriterien auf dem Tisch, und dass die Koalition mit ihrem Entwurf politisch recht gut liegt, zeigen die Reaktionen der Opposition. Da wird links (Grün) wie rechts (FPÖ) erwartbar herumgemäkelt, aber substanziell ist die Kritik nicht. Und das BZÖ wirft sich überhaupt auf die sichere Seite, "prüfenswert" seien die Regierungspläne. Wenn man bedenkt, wie polarisierend das Thema "Ausländer" in der Vergangenheit oft abgehandelt wurde, dann ist Kurz und seinem Verhandlungspartner Josef Ostermayer gute Arbeit zu attestieren.
Und apropos Arbeit: Mit den Kriterien macht Österreich auch deutlich, wer als Staatsbürger willkommen ist. Die Zeiten, in denen man billige Arbeitskräfte wollte, sind vorbei, heute zählt Qualifikation. Österreich braucht Zuwanderer, das steht außer Streit, aber eben entsprechend den Notwendigkeiten der heutigen Zeit. Klar muss aber sein, dass Qualifikationen, die mit ins Land gebracht werden, auch entsprechend anzuerkennen sind. Brachliegendes Potenzial kann sich Österreich ebenso wenig leisten wie Belastungen für den Arbeitsmarkt oder das Sozialwesen. Was es braucht sind deutliche Signale, dass es sich lohnt, Österreicher werden zu wollen.

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