EU-Abgeordneter Stadler zu Hollande im EU-Parlament

Straßburg (OTS) - Anlässlich des Besuchs des französischen Präsidenten Francois Hollande im EU-Parlament in Straßburg äußerte der österreichische EU-Abgeordnete Ewald Stadler Befürchtungen hinsichtlich der Souveränität der europäischen Völker. "Im Dezember 2012 leugnete Präsident Hollande die Austrittsklausel des Lissabon-Vertrags", erinnerte Stadler. "Es überrascht mich gar nicht, wie sehr die meisten EU-Abgeordneten den französischen Präsidenten hofieren. Leider vertreten diese bezüglich der Zukunft Europas eine gefährliche Zentralismus-Ideologie und nicht die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler", erklärte der BZÖ-Abgeordnete. Zudem sei die Europapolitik des französischen Präsidenten glatter Wahlbetrug. "Im Wahlkampf hat Hollande noch versprochen, den EU-Fiskalpakt neu auszuhandeln, kaum im Amt, wird er zum Sklaven einer internationalen Finanzlobby", ärgerte sich Stadler.

Die Geschichte der EU drohe zu einem Dauerwahlbetrug zu werden. "Die Stimme der Völker wird mit einer in der Geschichte einzigartigen Arroganz ignoriert", meinte der EU-Parlamentarier Stadler zur Rede des französischen Präsidenten. "Am meisten schockiert mich aber, dass Hollande sich anmaßt, die Rabatte der EU-Mitgliedstaaten streichen zu wollen. Warum sollen wir mehr Geld nach Brüssel schicken, wenn wir es doch offenkundig in die heimische Wirtschaft investieren müssen und die EU-Pleitestaaten unser Geld zu Gunsten der Gläubigerbanken verprassen?" verteidigte der EU-Abgeordnete den österreichischen Rabatt.
Bemerkenswert sei auch, dass Präsident Hollande die militärische Intervention in Mail laut eigenen Angaben im Namen Europas führe. "Ich kann mich nicht erinnern, dass unser neutrales Österreich zuvor um seine Meinung im Mali-Konflikt gefragt wurde." schloss Stadler.

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