Schülerunion zu BSV Umfrage: Schule muss sich an die Interessen der Schüler anpassen können

Schulautonomie und Talenteförderung für mehr Schülerzufriedenheit

Wien, 5. Februar 2012 (OTS) - Die Bundesschülervertretung hat heute eine Umfrage zum Thema Schulzufriedenheit präsentiert. Die Schülerunion hat sich mit vielen der angesprochenen Problematiken bereits in den vergangenen Jahren beschäftigt und fordert daher die Umsetzung zweier konkreter Punkte.

Schulautonomie:
"Jede Schule soll die Möglichkeit haben, die beste Schule für die Schüler zu sein, die diese Schule besuchen!", stellt Daniel Perschy, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, klar. Daher fordert die Schülerunion mehr Schulautonomie für den einzelnen Schulstandort, besonders bezüglich personeller Entscheidungen und der Gestaltung des Unterrichts.

Dadurch würde es der Schule möglich sein, ein klares Schulprofil zu entwickeln und Schwerpunkte zu setzen. Diese Schwerpunkte finden sich dann auch in projektorientiertem, fächerübergreifendem Unterricht wieder sowie der Möglichkeit, mit anderen Schulen zusammen zu arbeiten. Außerdem soll es der Schule freigestellt werden, sich ihre Stundentafel abseits der "50 Minuten- Schulstunde" autonom zusammen zu stellen.

Talenteförderung:
"Momentan setzt unser Schulsystem an den Schwächen der Schüler an und lässt etwaige Stärken vollkommen unberücksichtigt. Die Interessen der Schüler müssen jedoch mehr berücksichtigt werden, um so langfristig den Lernerfolg zu steigern. Die Motivationslosigkeit mancher Schüler würde sich auf diese Weise sehr schnell in Wohlgefallen auflösen", erklärt Bundesobmann Perschy.

Mehr Motivation durch bessere Einbindung der Schülerinteressen -Erreicht werden soll diese individuelle Einbindung im Rahmen eines speziellen Ausbildungsmoduls für Pädagogen, in denen Methoden zum Erkennen und Fördern von Talenten geschult werden. Zusätzlich soll für jeden jungen Menschen im Kindergarten begonnen werden, ein Stärken-Portfolio zu führen, welches in jeder Bildungseinrichtung ergänzt und erweitert wird. Zudem fordert die Schülerunion eine verstärkte Einbindung von Vereinen in die Schule.

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 27 von 29 Mandaten hält.

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