FPÖ-Jannach: Wer zahlt den Schaden durch die Preisabsprachen bei Berglandmilch?

Wien (OTS) - Nachdem die Berglandmilch rechtskräftig verurteilt wurde, illegale Preisabsprachen vorgenommen zu haben, stellt sich für den freiheitlichen Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach, die Frage nach den Konsequenzen. "Wer zahlt jetzt eigentlich den Schaden, den das Unternehmen Berglandmilch durch das rechtswidrige Verhalten einzelner erlitten hat?", fordert Jannach Aufklärung darüber, wer diese kriminellen Machenschaften zu verantworten hat.

Jannach befürchtet, dass die Strafe in Höhe von 1,125 Millionen Euro sowie Kosten des Gerichtsverfahrens einfach auf die Milchbauern umgelegt werden. "In jedem anderen Unternehmen hätte man längst Konsequenzen gezogen und die für so einen Skandal Verantwortlichen fristlos gefeuert", so Jannach. Bei Berglandmilch ist nicht einmal in Erfahrung zu bringen, wer den tatsächlich von diesen illegalen Preisabsprachen gewusst bzw. sie veranlasst und abgewickelt hat. "In so einer Situation wäre der Aufsichtsrat gefordert", so Jannach, denn sonst bewahrheitet sich die Weisheit, wonach der Aufsichtsrat in guten Zeiten nutzlos und in schlechten hilflos ist.

"Zu jedem kleinen Ereignis gibt es Aussendungen der Berglandmilch und in dieser gravierenden Angelegenheit informiert man nicht einmal die eigenen Bauern und Genossenschafter", zeigt sich Jannach verwundert über die Feigheit der Berglandverantwortlichen zur ihrem Fehlverhalten zu stehen und die eigenen Mitglieder zu informieren. Ergänzend hält Jannach fest, dass es auch eine Frage des Charakters der darin verwickelten Personen ist, selbst Konsequenzen aus dieser Affäre zu ziehen. "Denn es wurde nicht nur ein finanzieller Schaden für die Bauern angerichtet, sondern auch das Image der Landwirt massiv geschädigt", so Jannach.

"Es sollte eigentlich eine Frage des Anstands sein, dass die, die den Schaden angerichtet haben, diesen auch begleichen", vermutet Jannach jedoch, dass weder die Geschäftsführung, noch der Vorstand oder Aufsichtsrat so handeln werden, wie man es von den eigenen Lieferanten und Bauern verlangt: nämlich anständig und ehrlich!

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