ÖH Salzburg erreicht wesentlichen Verhandlungserfolg für Studierende aus Drittstaaten

ÖH erreicht Rückerstattung des Studienbeitrages für Studierende, die ein Sozialstipendium der ÖH Salzburg erhalten.

Salzburg (OTS) - Auf Drängen der ÖH Salzburg wurde Ende letzter Woche vom Rektorat eine Richtlinie erlassen, durch die beitragspflichtige Studierende aus Drittstaaten die Rückerstattung der Hälfte des zu entrichtenden Beitrages von 762,72 Euro beantragen können, insofern ihnen auch ein Sozialstipendium von der ÖH Salzburg zugesprochen wurde. Vorläufig sollen 80 Personen pro Semester davon profitieren. Aufgrund weiterer Verhandlungen konnte sich die ÖH Salzburg mit dem Rektorat darauf einigen, in besonderen Ausnahmefällen den zurückzuerstattenden Betrag auch auszuweiten.

"Dieses Ergebnis ist ein eindeutiger Verhandlungserfolg für die ÖH Salzburg. Ursprünglich war vom Rektorat nämlich keinerlei Rückerstattungsmöglichkeit vorgesehen", hält Daniel Winter (Vorsitzteam, ÖH Salzburg) fest und ergänzt mit Blick auf die jüngsten Verhandlungsergebnisse: "Erfreulicherweise konnten wir das Rektorat zusätzlich davon überzeugen, Studierenden in sozialen Härtefällen unabhängig ihrer Herkunft den Vollbetrag zurückzuerstatten".

"Freilich kann damit die Problematik der gesetzlichen Wiedereinführung der Studiengebühren höchstens abgeschwächt werden. Man darf nicht vergessen, dass wesentlich mehr Studierende vor finanzielle Probleme gestellt werden, als diese Vereinbarung nun abfedern wird können. Mehr als 1100 Personen an der Universität Salzburg müssen einen Studienbeitrag von 762,72 Euro entrichten, wobei eine Vielzahl davon in bescheidenen Verhältnissen lebt, aber nicht in den Genuss dieser Rückerstattung kommen wird", verdeutlicht Su Karrer (Vorsitzteam ÖH Salzburg).

Simon Hofbauer (Vorsitzteam, ÖH Salzburg) ergänzt, dass man auch weiterhin auf allen Ebenen gegen Studiengebühren eintreten wird:
"Studiengebühren machen etwa ein Prozent vom Gesamtbudget der Universität Salzburg aus und können so die Unterfinanzierung nicht einmal ansatzweise beheben. Gleichzeitig aber führen sie zu einer unerträglichen sozialen Selektion. Diese Maßnahme kann daher nur als Milderung, keinesfalls aber als Lösung angesehen werden".

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