Aktion Familienfasttag: Faire Arbeitsbedingungen für Frauen

Katholische Frauenbewegung fördert über 100 Frauen-Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika - "teilen macht stark" u.a. für ausgebeutete Arbeiterinnen in südindischen Baumwollfabriken

Wien, 04.02.13 (KAP) Die Aktion "Familienfasttag 2013" der Katholischen Frauenbewegung (kfb) setzt sich für faire Arbeitsbedingungen und -rechte ein. Unter dem Titel "Billig ist doch zu teuer. Faire Arbeitsbedingungen für alle" kämpft die kfb u.a. gegen die Ausbeutung junger Frauen, die im "Sumangali"-Konzept in Südindien zu Arbeitssklaven werden. Gemäß dem Motto "teilen macht stark" wird am Familienfasttag am Freitag, 22. Februar, vor dem zweiten Fastensonntag in den Pfarren und bei Suppenessen während der Fastenzeit für mehr als 100 Frauen-Projekte in Asien, Lateinamerika und Afrika gesammelt. Die kfb organisiert seit 1958 den Familienfasttag.

Schwerpunktmäßig unterstützt werden junge Frauen in Südindien, die sich in Baumwollspinnereien eine Mitgift erarbeiten wollen, doch unter sklavenähnlichen Umständen für nicht einmal fünf Cent am Tag schuften müssen. Das Monatsgehalt dieser Frauen beträgt 22 Euro. In der Kampagne unter dem zynischen Namen "Sumangali" ("glückliche Ehefrau") werben Baumwollfabrikanten gezielt junge Frauen an und versprechen ihnen ein Gehalt, das eine Mitgift als Schlüssel für ein besseres Leben ermöglichen soll.

In Wahrheit würden heranwachsende Frauen in Massenunterkünften untergebracht, müssen hygienisch unerträgliche Bedingungen erleiden, haben keine oder mangelhafte Gesundheitsvorsorge, selten Kontakt zur Außenwelt und erhalten in vielen Fällen nicht den versprochenen Pauschallohn, berichtet die kfb.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation "Vaan Muhil" setzt sich die Katholische Frauenbewegung Österreichs für die Rechte der jungen Frauen in Südindien ein, wo systematische Diskriminierung und Repression gegen Frauen allgegenwärtig ist. Es werden Workshops mit Regierungsvertretern mit der Präsentation von Beispielfällen organisiert und die Opfer der "Sumangali"-Ausbeutung werden vor Gericht rechtlich vertreten. Langfristiges Ziel ist die Abschaffung des "Sumangali"-Konzeptes.

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