Ökostrom bei Hofer: 5000 Stromwechsler wählen Fossil- und Atomstrom ab

Greenpeace fordert andere Supermarktketten auf, Ökostrom ins Sortiment aufzunehmen

Wien (OTS) - Binnen drei Wochen war das Kontingent von 5000 Ökostrom-Verträgen, das die Handelskette Hofer am Montag, 14. Jänner, in ihr Sortiment aufgenommen hat, restlos ausverkauft. Die Aktion hat zu einer massiven Belebung auf dem österreichischen Strommarkt geführt. Um den Impuls, der von dieser Aktion ausgegangen ist, weiterzuführen, hat Greenpeace nun auch andere Supermarktketten aufgefordert, Ökostrom in ihr Sortiment aufzunehmen. "Die Aktion war ein durchschlagenden Erfolg und hat dazu beigetragen, Ökostrom zu einer echten Alternative zu 'Graustrom' mit einem Atomanteil von rund 30 Prozent und fossil erzeugtem Strom zu machen", freut sich Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace.

Die durchschnittliche Wechselquote pro Monat in Österreich beträgt derzeit 1,6 Prozent, darin enthalten sind neben betrieblichen Kunden auch durchschnittlich 4900 Haushalte. Allein durch die 5000 von Hofer abgesetzten Stromverträge wurde die monatliche Wechselquote in nur drei Wochen übertroffen. Daraus lässt sich ableiten, dass es durch die Aktion zu einer massiven Belebung der Wechselstimmung kam. Auch andere Energieversorgungsunternehmen (EVU) begrüßen, dass durch diese Aktionen die positiven Effekte, die sich durch den regelmäßigen Anbieterwechsel ergeben, ins Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten treten. So haben Verbund und "stromdiskont.at" im Jänner ebenfalls deutliche Bewegungen am Strommarkt verzeichnet. "Durch die Aktion haben sich zehntausende Menschen auch auf dem Tarifkalkulator der e-control über Stromtarife und Wechselmöglichkeiten erkundigt. Damit wurden die höchsten Zugriffszahlen seit dessen Bestehen verzeichnet. Die Hofer-Aktion ist daher ein echter Meilenstein für die Liberalisierung des österreichischen Strommarktes", ist Egit überzeugt.

Damit Ökostrom bei Hofer nicht bei einer Einmal-Aktion bleibt, fordert Greenpeace nun auch andere Handelsketten auf, ebenfalls glaubwürdige Ökostromangebote auf den Markt zu bringen, um die Strom-Wechselrate weiter in Richtung Ökostrom voranzutreiben. Deshalb hat sich Greenpeace schriftlich an Supermarktketten wie Spar und REWE gewendet und diese aufgefordert, auf diesen Zug aufzuspringen. "Die anderen Supermärkte sollten jetzt die Chance nutzen und nachziehen. Nur so kann Ökostrom den Verbrauch von Fossil- oder Atomstrom in österreichischen Haushalten vollständig ablösen", schließt Egit.

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