ÖGfE-Schmidt: Österreicher für stärkeren Beschäftigungsfokus in EU-Budget

Wien (OTS) - 71 Prozent würden nationale Beitragsrabatte für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit verwenden - 89 Prozent für europaweite Jugendgarantie - 47 Prozent gegen Abgabe beschäftigungspolitischer Kompetenzen an EU - Umfrage

"Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in der EU hat bei den Österreichern hohe Priorität", sagt Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE). "Wenn die Politik glaubwürdig sein will, dann muss sich dieses Anliegen auch im nächsten EU-Budget widerspiegeln."

Gemäß einer aktuellen Umfrage der ÖGfE unterstützen 71 Prozent der Befragten den Vorschlag, die Rabatte von rund acht Milliarden Euro, die Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Österreich auf ihren EU-Beitrag insgesamt erhalten, künftig für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU zu verwenden. 16 Prozent sind dagegen.*

Einführung einer EU-weiten Jugendgarantie ...

89 Prozent der Befragten halten auch die Einführung einer EU-weiten Jugendgarantie für eine sehr gute oder gute Idee. 9 Prozent sind dagegen.

"Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Jugendgarantie sichert jedem EU-Bürger unter 25 Jahren einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu. Das Maßnahmenpaket sollte nun umgesetzt und die notwendigen finanziellen Mittel dafür bei den Budgetverhandlungen bereitgestellt werden", fordert Schmidt.

... aber keine zusätzliche Kompetenzabgabe

47 Prozent der befragten Österreicher wollen der EU keine zusätzlichen Kompetenzen im Bereich der Beschäftigungspolitik übertragen. 40 Prozent befürworten einen Kompetenztransfer in dieser Frage. "Es lässt niemanden kalt, wenn fast 5,5 Millionen Jugendliche in der EU keine Arbeit finden. Die Österreicher sehen zwar keine dringende Notwendigkeit, weitere Kompetenzen auf EU-Ebene zu heben, wollen aber mit den vorhandenen EU-Mitteln die Schaffung von Arbeitsplätzen stärker fördern. Das nächste Treffen der EU-Chefs bietet die Chance, gerade der Jugend eine Perspektive geben. Für ein ergebnisloses Kräftemessen hat Europa keine Zeit mehr", so Schmidt abschließend.

Hintergrund

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft im Jänner 2013 im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 546 Personen per Telefon (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung).

* Die restlichen Befragten konnten/wollten nicht Stellung nehmen. Dies erklärt die Differenz aus 100 Prozent und gilt für alle genannten Daten.

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Mag. Paul Schmidt
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