WKÖ-Vize RfW-B0 Amann zu Kaske: Ständig steigende Lohnkosten sind staatlich verordnetes "Beschäftigungs-Verhinderungs-Programm"!

"Wenn Kaske sich für ältere Arbeitnehmer einsetzen will, soll er mit der Wirtschaft für die Entlastung des Faktors Arbeit eintreten. Pönalen für Betriebe sind der falsche Weg."

Wien (OTS) - "Laut OECD bleibt einem Arbeitnehmer nur rund die Hälfte dessen, was der Arbeitgeber tatsächlich für ihn bezahlt. Wenn die Gewerkschaft sich ernsthaft für mehr Beschäftigung, auch der älteren Arbeitnehmer, einsetzen würde, müsste sie gemeinsam mit der Wirtschaft für eine Entlastung des Faktors Arbeit und eine Senkung der Lohnnebenkosten eintreten", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zu den Forderungen von ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske nach einem Bonus-Malus-System. "Die "Turbo-Kapitalisten" sitzen nicht im Chefsessel der Betriebe, sondern im Finanzministerium und den Regierungsbüros", so Amann.

Betriebe mit einer Pönale belegen zu wollen, die nach Ansicht der Gewerkschaft zu wenige ältere Mitarbeiter beschäftigen, sei übelster Klassenkampf und gehe an den realen Gegebenheiten völlig vorbei", so Amann. Die ständig steigenden Lohnkosten seien ein staatlich verordnetes "Beschäftigungs-Verhinderungs-Programm", das sich bei älteren Arbeitnehmern besonders gravierend auswirke. Allein das aktuelle "Schröpfpaket" belaste bis 2017 die Unternehmen mit höheren Lohnkosten von über zwei Milliarden Euro, Arbeitsverträge mit Älteren würden deutlich teurer. Zahlreiche Studien würden den Standort Österreich wegen der hohen Steuer- und Abgabenlast "am absteigenden Ast" sehen. "Welche Auswirkungen das auf den Arbeitsmarkt hat, muss auch Kaske klar sein: Geht es der Wirtschaft schlecht, geht es uns allen schlecht", so Amann.

Sich ständig an den Unternehmen "abzuputzen", sei der "billigste" und der falsche Weg. "Wenn Kaske einen Schuldigen für die geringe Beschäftigung Älterer und die hohe Zahl an Arbeitslosen sucht, soll er bei seinen "Genossen-Freunden" in der Regierung und bei deren Juniorpartner anklopfen, dort ist er richtig. Wenn ihm dazu der "Mumm" fehlt, möge er das bitte nicht mit haltlosen Unterstellungen gegenüber den Betrieben zu kompensieren versuchen", so Amann.

Rückfragen & Kontakt:

RfW Österreich
Tel.: 01 / 408 25 20 -14

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RFW0001