Wasserkraftsteuer: Faschingsscherz oder Brandstiftung?

Wallnöfer: Weitere Belastungen für Österreichs Wasserkraftwirtschaft untragbar

Innsbruck (OTS) - Der jüngste Vorschlag des Umweltdachverbandes, die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken mit einer "Wassersteuer" zu belegen, löst bei der TIWAG Kopfschütteln und harsche Kritik aus. TIWAG-Chef Dr. Bruno Wallnöfer: "Dieser abenteuerliche Vorschlag ist entweder ein Faschingsscherz oder aber industrie-, energie- und umweltpolitische Brandstiftung. Die Wasserkraftwirtschaft verschwendet kein Wasser; sie verbraucht es nicht einmal. Wasserkraftwerke erzeugen Ökostrom - zuverlässig, nachhaltig, kostengünstig und nach wie vor mit einem anderweitig unerreichten Wirkungsgrad. Das hiefür benötigte Wasser wird nach kurzer Zwischennutzung dem natürlichen Wasserkreis vollständig und unbeeinträchtigt zurückgegeben."

Dass Österreich beim Anteil der erneuerbaren Energien europaweit einen Spitzenplatz einnimmt, sei allein auf den Umstand zurückzuführen, dass ca. 60 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs aus heimischer, CO2-freier Wasserkraft erzeugt werden. Umso wichtiger sei es, die österreichische Wasserkraftwirtschaft nicht bis zur Existenzgefährdung zu belasten, betont Wallnöfer: Wasserrahmenrichtlinie, strenge Umweltverträglichkeitsvorschriften und die europaweit höchsten gewässerökologischen Standards würden Wasserkraftprojekte ohnehin laufend verteuern und verzögern. Die Umsetzung der neuen gewässerökologischen Ziele (Fischpassierbarkeit, Restwasserdotierung und Schwallbegrenzung) sei mit teuren Umrüstinvestitionen verbunden und werde überdies einen Erzeugungsverlust an Wasserkraftstrom von fünf bis zehn Prozent verursachen. "Dies alles ohne finanzielle Kompensation", wie Wallnöfer betont.

Somit werde die Wasserkraftwirtschaft, eine ökonomische und ökologische Schlüsselindustrie Österreichs, in ihrer Wirtschafts- und Ertragskraft laufend geschwächt. "Die Idee des Umweltdachverbandes, die für den Erfolg der Energiewende unverzichtbare Wasserkraftwirtschaft jetzt noch mit einer ruinösen Sondersteuer zu belegen, während Wind- und Solarstromerzeuger mit Milliardensubventionen, die von allen Stromkunden zu bezahlen sind, gestützt werden, ist Fundamentalopposition gegen die Grundregeln wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Strategie", betont Wallnöfer.

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