Steindl/Schlögl/Hofko: SPÖ NÖ fordert mehr PolizistInnen für Bürgerkontakte nach burgenländischem Vorbild

In Niederösterreich fehlen weiterhin mindestens 500 PolizistInnen

St. Pölten (OTS) - Das im Jahr 2011 von Erwin Pröll und dem Innenministerium kolportierte Sicherheitspaket, in dem für Niederösterreich bis 2013 620 PolizistInnen mehr versprochen wurden, entpuppte sich als Luftblase: Denn in den NÖ Polizeiinspektionen gibt es rund 3.600 PolizistInnen, allerdings stehen für die Verrichtung der Dienste nur rund 3.370 zur Verfügung. Sie fehlen aufgrund von Karenzierungen, Teilzeitbeschäftigungen oder Zuteilungen in Sonderkommissionen.

"Zusätzliches Personal gehört dringend aufgenommen und muss schnellstmöglich ausgebildet werden", so der FSG-Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Hofko. Er weist darauf hin, dass seit 2010 jährlich rund 100 PolizistInnen in den Ruhestand gegangen sind, 2013 sind es sogar etwa 200 - jedoch werden nur 325 BeamtInnen ausgebildet, ein Großteil davon steht erst mit Anfang 2015 zur Verfügung.

"Die NiederösterreicherInnen sind betroffen vom Anstieg der Kriminalität, sie fühlen sich nicht mehr sicher. Deshalb unterstützt die SPÖ NÖ die Forderung der Gewerkschaft nach 500 PolizistInnen mehr", so der SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Günter Steindl. Er stellt außerdem fest, dass die Ausrüstung der Polizei mit schusssicheren Westen und Helmen - die nach dem Tod eines Polizisten in Hirtenberg, der in Ausübung seines Dienstes erschossen wurde - noch immer nicht erfolgt ist, seit zwei Jahren wartet die Polizei nun schon darauf. Sowohl beim Personal als auch bei der Ausrüstung sehe Steindl dringenden Handlungsbedarf. Er fordert Erwin Pröll auf, mit der Innenministerin und der Finanzministerin eine rasche Lösung zu finden.

Eine kurzfristig umsetzbare Maßnahme, um durch die Präsenz von PolizistInnen das subjektive Sicherheitsgefühl zu erhöhen, sehe Steindl in der Bereitstellung von Personal für Bürgerkontakte nach burgenländischem Vorbild ("Dorfpolizist"). "Die Vorteile diese Modells sind die intensive Präsenz in den Gemeinden, der verstärkte Kontakt mit den Menschen und den politisch Verantwortlichen", so Steindl.

Innenminister a.D., Mag. Karl Schlögl, weist abschließend darauf hin, dass in den vergangenen zwölf Jahren die Straftaten angestiegen sind, die Aufklärungsquote aber gesunken ist. Die PolizistInnen leisten zwar hervorragende Arbeit, aber die Anzahl der BeamtInnen ist gesunken: So waren zur Amtszeit Schlögls noch rund 34.000 Beschäftigte im Innenministerium, derzeit sind es nur mehr 31.000. "Österreich ist immer noch ein sehr sicheres Land, aber für die Sicherheit unserer BürgerInnen muss trotzdem mehr getan werden. Dafür ist mehr Personal wichtig: Denn die Präsenz von PolizistInnen gibt den Menschen ein größeres Sicherheitsgefühl."

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Niederösterreich
Mag. Gabriele Strahberger
Pressereferentin/Medienservice
Tel.: 02742/2255/121
gabriele.strahberger@spoe.at
www.noe.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002