Korrektur zu OTS0108: Bauarbeitslosigkeit gleich hoch wie im Krisenwinter 2009/2010

Bausozialpartner fordern Vorziehen öffentlicher Aufträg

Wien (OTS/ÖGB) - Im zweiten Absatz muss es richtig lauten: In Wien übersteigt die Zahl der Arbeitssuchenden mit 13.477 sogar den Krisenwinter mit 12.156 um 1.321.

Wien (OTS/ÖGB) - Bei den Bausozialpartnern schrillen die Alarmglocken. Die Arbeitslosenzahlen am Bau sind gleich hoch wie im Krisenwinter 2009/2010.

Mit insgesamt 83.448 arbeitslosen Bau- und Holzarbeitern wurde die Rekordarbeitslosigkeit vom Jänner 2010 wieder erreicht. Damit haben die Arbeitslosenzahlen in allen Bundesländern wieder das Krisenniveau vom Jänner 2010 erreicht. In Wien übersteigt die Zahl der Arbeitssuchenden mit 13.477 sogar den Krisenwinter mit 12.156 um 1.321.

Auch die Konkurse der Bauunternehmen häufen sich, sodass ein neuer Negativrekord erwartet wird. Erste Anzeichen dazu sind speziell bei Klein- und Mittelbetrieben erkennbar. Auch die Situation bei der Bauindustrie ist sehr angespannt.

Die Politik hat damals mit einem Infrastruktur-Konjunkturpaket richtig und rechtzeitig reagiert. Die 83.448 arbeitsuchenden Bau- und Holzarbeiter erwarten sich auch diesmal von der Politik Maßnahmen. Deshalb fordern Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel und Gewerkschaft Bau-Holz Chef Josef Muchitsch als ersten raschen Schritt ein dringend notwendiges Vorziehen von öffentlichen Aufträgen, damit der Konjunkturmotor Bau wieder anspringt. Möglichkeiten sehen die Bausozialpartner auch mit der ehest möglichen Durchführung von Vergabesitzungen der Landesförderstellen, damit Bauprojekte bereits in den nächsten Wochen gestartet werden können.

"Der Investitionsstau bei den Gemeinden ist beachtlich, aber es fehlen die finanziellen Mittel. Hier muss der Hebel nun angesetzt werden. Investitionen in die Infrastruktur und den Siedlungswasserbau, überfällige Sanierungen von Straßen und Brücken sowie Neubau von Wohnraum sind Investitionen in die Zukunft und schaffen Arbeitsplätze", appelliert Frömmel an die Politik. "Wir dürfen nicht zusehen, wie unsere Bauarbeiter mit 32 Euro Arbeitslosengeld pro Tag zu Hause sitzen und auf Arbeit warten. Wie sollen sie damit ihre Familien über einen längeren Zeitraum ernähren? Das geht nicht, da muss die Politik handeln. Auch Länder, Gemeinden, Landesimmobiliengesellschaften und gemeinnützige Wohnbauträger müssen ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen und Aufträge vorziehen", ergänzt Muchitsch.

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GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch, 0664/614 55 42, bessere.zukunft@josef-muchitsch.at, www.bau-holz.at

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