Schatz: Sozialminister-Jubel über Arbeitsmarktlage verschleiert Realität

Grüne: Menschen werden von Regierungspolitik im Stich gelassen

Wien (OTS) - "Der Jubel des Sozialministeriums ob der Tatsache, dass es in allen anderen EU-Ländern noch schlechter ist, als in Österreich, verschleiert die Realität", meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. Die - übrigens nicht vollständige - Zahl von 410.000 arbeitslosen Menschen, bedeutet, dass mit Familienangehörigen ca. 936.000 Menschen, darunter mehr als 600.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unmittelbar mit den Folgen von Arbeitslosigkeit konfrontiert sind.

Auch das angebliche Monat für Monat bejubelte Jobwunder mit steigenden Beschäftigtenzahlen mitten in der Krise ist eine Verdrehung der Realität. Tatsächlich sind mehr als zwei Drittel des angeblichen Zuwachses nichts anderes als Teilzeitstellen. Da werden also Vollzeitjobs aus Kostengründen geteilt.

"Die Selbstbejubelung des AMS und des Sozialministeriums ist eine Verhöhnung der Betroffenen", meint Schatz und ergänzt: "Wenn die Jubelchöre verstummen, bleibt Österreich immer noch das Land mit dem zweitniedrigsten Arbeitslosengeld der EU. Die Menschen werden von der Politik der Regierung mit ihren Problemen im Stich gelassen".

Neben aktiven Maßnahmen zur Schaffung echter neuer Beschäftigung in den Bereichen Bildung, Soziales, Umwelt, Wissenschaft und Kultur besteht Schatz daher auf die Erhöhung des Arbeitslosengeldes zumindest auf den EU-Durchschnitt von 70 Prozent sowie auf die Schaffung eines gesetzlichen Mindestlohns, der vor Armut und Ausgrenzung schützt.

"Vor zwei Tagen demonstrierten tausende Menschen für gerechte Löhne im Sozialbereich. Die Jubelmeldungen des Sozialministers übertünchen also die Tatsache, dass in der Realität sowohl ArbeitnehmerInnen wie auch arbeitslose Menschen die Krise bezahlen, während sich der Minister als Europameister feiern lässt und Unternehmen steigende Gewinne verzeichnen", sagt Schatz.

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