Schwentner fordert altersgerechte Arbeitswelt statt vorgezogener Anhebung des Frauenpensionsalters

Grüne: Wo bleiben die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für Frauen über 50?

Wien (OTS) - "Bevor Sozialminister Hundstorfer eine vorgezogene Erhöhung des Frauenpensionsalters ankündigt, sollte er zuerst über die Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze nachdenken. Denn die Arbeitslosigkeit älterer Frauen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Untätig zuzulassen, dass 60-jährige Frauen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, das ist nicht der Zugang, den man sich von einem Sozialminister erwarten würde", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Denn wenn es um arbeitsmarktpolitische Maßnahmen geht, dann spielen Frauen über 50 Jahre für die Regierung derzeit keine Rolle.

Auch im Nationalen Aktionsplan betreffend den Abbau von Benachteiligungen von Frauen, den Frauenministerin Heinisch-Hosek koordiniert, kommen Frauen über 50 Jahre erst gar nicht vor. Keine einzige der darin angeführten 55 Maßnahmen dient konkret dazu, die Chancen älterer Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. "Wir müssen zuerst über eine altersgerechte Arbeitswelt sprechen. Gerade beim Gesundheitsschutz und der Vermeidung von Burn-out muss noch sehr viel getan werden. Denn wenn sich ältere Arbeitnehmerinnen am Arbeitsplatz wohlfühlen und nicht hinausgemobbt werden, dann steigt das tatsächliche Pensionsantrittsalter ganz von alleine", sagt Schwentner.

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