ÖGB: Arbeit gerechter verteilen

Die einen haben keine Arbeit, die anderen müssen immer mehr Überstunden machen

Wien (OTS/ÖGB) - Im Jänner waren insgesamt 410.662 Personen in Österreich ohne Job, also um 6,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. "Jetzt sind Politik und Wirtschaft gefragt: Wir brauchen mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik - und mehr Unternehmer, die ältere Menschen einstellen beziehungsweise ältere ArbeitnehmerInnen nicht kündigen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. "Es muss für die Unternehmer deutlich teurer werden, ältere Beschäftigte auf die Straße zu setzen", fordert Achitz. Unternehmen, die keine oder zu wenig ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen, sollen einen Malus zahlen.++++

Statt die vorhandene Arbeit fairer zu verteilen, würde die Wirtschaft lieber mit absurden Forderungen nach Arbeitszeitverlängerung an die Öffentlichkeit treten. "Die einen haben gar keine Arbeit, und die anderen müssen immer mehr Überstunden machen. Deshalb müssen die Überstunden für den Arbeitgeber teurer werden, zum Beispiel um einen Euro pro Stunde. Der Erlös könnte ins Gesundheitssystem fließen. Das wäre nur gerecht, denn überlange Arbeitszeiten machen krank und verursachen genau dort Kosten", so Achitz. Laut Arbeiterkammer haben Österreichs ArbeitnehmerInnen allein im dritten Quartal 2012 fast 17 Millionen Über- und Mehrstunden ohne Abgeltung erbracht. Das ist ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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