Neues Volksblatt: "Ablenkung" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 1. Februar 2013

Linz (OTS) - Die Wehrpflicht-Volksbefragung ist Geschichte. Nicht für den roten Verteidigungsminister Norbert Darabos, den das Abenteuer seiner seiner Partei zum Doppel-Mutanten - vom Wehrpflicht-Paulus zum Saulus und auf Befehl der Bürger zurück zum Paulus - gemacht hat, aber für den Wiener SPÖ-Chef und Bürgermeister Michael Häupl, der seiner Partei und dem Minister diese Suppe eingebrockt hat. Während sich Darabos und die SPÖ jetzt mit einer Bundesheer-Reform abmühen müssen, tanzt Häupl bereits auf einer neuen Hochzeit: Im März lässt er die Wienerinnen unter anderem auch über eine Bewerbung der Stadt für die olympischen Spiele 2028 abstimmen.
Das ist zwar eine teure Schnapsidee, für Häupl hat die Olympia-Debatte aber viele Vorteile: Erstens lenkt sie vom Bundesheer-Debakel ab; zweitens ist 2028 weit weg, das Problem haben, wenn überhaupt, andere am Hals; und drittens kann man den Wienern erklären, dass man für die für eine derartige Großveranstaltung notwendige Infrastruktur ganz Österreich zur Kasse bitten kann. Wien, Wien, nur du allein ...
Tatsache ist aber, dass ein derartiges Abenteuer nicht nur Wien, sondern ganz Österreich finanziell überlasten würde. Daher ist zu hoffen, dass die Wienerinnen und Wiener das auch so sehen und ihrem großmannssüchtigen Bürgermeister zu verstehen geben, dass sie seine Launen satt haben.

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