Bundeskanzler Faymann empfing EU-Kommissionspräsident Barroso

Faymann appellierte in Hinblick auf die Verhandlungen zum EU-Finanzrahmen, das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen

Wien (OTS/SK) - Nach seinem Arbeitsgespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso heute, Donnerstag, hat Bundeskanzler Werner Faymann betont, dass "die EU beim nächsten Europäischen Rat vor einer ihrer wichtigsten Entscheidungen steht: Ob sie in der Lage ist, trotz gegensätzlicher Interessen den finanziellen Rahmen für Investitionen in Europa zustande zu bringen". Der Kanzler zeigte sich überzeugt, dass "die Mehrheit einen Beitrag leisten will, dass Europa eine stabile Entwicklung hat und das Wirtschaftswachstum angekurbelt wird". Faymann unterstrich: "Die hohe Arbeitslosigkeit mahnt uns, kleinkarierte Streitereien in den Hintergrund und das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen." ****

Die Möglichkeiten, mit europäischen Fonds und Instrumenten die Wirtschaft anzukurbeln und damit Beschäftigung zu schaffen, seien sehr groß, etwa im Landwirtschaftssektor und der Infrastruktur, Bereiche, die Europa wettbewerbsfähiger machen. Bei den Finanzrahmen-Verhandlungen habe der Bundeskanzler zwei Punkte deutlich eingebracht: Die Verteidigung der zweiten Säule der Landwirtschaft, speziell des ländliches Raumes, und die Frage der Rabatte. "Die Entwicklung Europas darf nicht ausschließlich die Entwicklung von Städten sein. Wir wollen aus tiefster Überzeugung die Entwicklung des ländlichen Raums vorantreiben und die Chancen der Menschen dort erhöhen", betonte Kanzler Faymann. Zu den Rabatten sagte der Bundeskanzler: "Wenn alle bereit sind, einen großen Schritt zu gehen und auf die Rabatte zu verzichten, ist Österreich auch dazu bereit." Faymann fordere aber eine "faire Behandlung" ein. "Die Gemeinsamkeit muss im Vordergrund stehen, das Ergebnis bei den Verhandlungen nächste Woche ist wichtig für Europa", betonte Faymann und zeigte sich zuversichtlich, dass "das Konstruktive in der Diskussion überwiegen" werde. (Schluss) bj

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