Pharmazeutische Industrie unterstützt Kassenkonsolidierungskurs

Wien (OTS) - Durch Preisnachlässe und freiwillige Solidarzahlungen trägt die pharmazeutische Industrie wesentlich zur Kassensanierung bei. Projektfinanzierungen im Kinder- und Jugendgesundheitsbereich unterstützen den Reformweg.

Die von Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling geschätzten 2,2 Mrd. Euro Kostendämpfung sind zu einem wesentlichen Teil der pharmazeutischen Industrie zu verdanken", betont Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig. Preisnachlässe und freiwillige Solidarzahlungen der pharmazeutischen Industrie (Rahmen-Pharmavertrag) hätten zur Entlastung beigetragen. "Die Unterstützung der Krankenkassen durch unsere Branche ist ein klares Bekenntnis zu einem solidarischen Gesundheitswesen", so Huber.

Mit der eben getroffenen 15a-Vereinbarung sei ein vielversprechender erster Schritt zu einer weitreichenden Gesundheitsreform gesetzt worden. Die Integration aller Stakeholder des Gesundheitswesens ist eine wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Wirksamkeit der Reform. Schon jetzt gestaltet die pharmazeutische Industrie die Zukunft erfolgreich mit. Dies zeigt sich besonders im Bereich Kinder- und Jugendgesundheit. Mit dem Großhandel, dem Hauptverband und den Krankenkassen hat die pharmazeutische Industrie über das gemeinsame Gremium Gesundheitsziele kürzlich 2,2 Millionen Euro an Forschungs- und Praxisprojekte bereitgestellt. "Mit den von uns finanzierten Projekten sorgen wir für eine Verbesserung unseres Gesundheitswesens und treiben die Reform weiter voran - und zwar von innen", erläutert Huber.

Vor allem die medizinische Fehl- und Unterversorgung von Kindern und Jugendlichen ist ein Grund für das Engagement in diesem Bereich. Selbst die Datenlage zum Gesundheitszustand österreichischer Kinder und Jugendlicher ist ungenügend und die vorhandenen OECD-Zahlen zu deren Rauchverhalten, Alkoholkonsum und Übergewicht sind alarmierend. Hier setzen die geförderten Projekte an: Das Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research erhebt die Häufigkeit der wichtigsten psychischen Störungen bei 11- bis 17jährigen. Eine Untersuchung der medizinischen Universität und Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien befasst sich mit den entwicklungsneurologischen Daten von Frühgeborenen. Die Daten sollen als Grundlage für die Entwicklung präventiver Maßnahmen dienen. Die Projektziele fügen sich harmonisch in die nationalen Gesundheitsziele ein, die Bundesminister Alois Stöger formuliert hat.

Vom Hauptverband und dem wiedergewählten Vorstandsvorsitzenden erwartet Huber neben der Fortsetzung des Kassensanierungskurses, dass innovative Arzneimittel in Zukunft vermehrt erstattet werden. Schließlich sei ein modernes Versorgungssystem die Basis einer leistungsfähigen und somit solidarischen Gesellschaft.

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.

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