FP-Ebinger: Subvention an Vereinigte Bühnen Wien nach wie vor nicht transparent

Entweder wird absichtlich vernebelt oder sie wissen nicht, was sie tun

Wien (OTS/fpd) - Im gestrigen Gemeinderat wurde wieder einmal ein Subventionsantrag der Vereinigten Bühnen Wien über 37,1 Millionen Euro behandelt und mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen. "Hierbei wird nach wie vor kein großer Wert auf Transparenz gelegt. Lediglich sieben Seiten umfasst der Akt, keinerlei weiterführende Information und selbst der bereits budgetierte Abgang von 6,4 Millionen wird unter dem Titel "Sonstige - Angesucht" völlig intransparent versteckt", kritisiert der Kultursprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Gerald Ebinger. Ganz zu schweigen von den fehlenden offiziellen Informationen des zuständigen Stadtrates, hinsichtlich der über diese Basissubvention hinausgehenden, dringend anstehenden weiteren zehn Millionen Euro für die Modernisierung des Theaters an der Wien (Gesamtvolumen von Orchesterhub, Ober- und Untermaschinensteuerung, sowie Erneuerung der Haustechnik).

Zeitgleich erklärt der Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wiens, Thomas Drozda in diversen Zeitungsartikeln außerdem, dass er nicht 37 Millionen sondern mindestens 40 Millionen Euro Jahressubvention braucht. Ebinger kritisiert weiters, dass unter der Intendanz Zechners im Musicalbereich keine international verwertbaren Eigenproduktionen erstellt wurden, was sich schon jetzt massiv negativ auf die Tantiemenerträge der Vereinigten Bühnen international auswirkt (Rückgang der Tantiemenerträge von 2012 auf 2013 von über vier Millionen Euro!) .

Es kann nicht sein, dass man als Oppositionspartei einzig durch den eigens hergestellten Kontakt mit den einzelnen Kulturinstitutionen die "wahren Zahlen und Notwendigkeiten" erfährt. Sie müssen sich auch im Akt, d. h. in der offiziellen Grundlage der Zustimmung oder Nichtzustimmung zu einer Subvention widerspiegeln. Die Intransparenz der vorgelegten Akten im Wiener System des Kulturfeudalismus ist eine von uns immer massiv kritisierte Nichtachtung der Opposition. Dieses System hat aber leider in Wien Methode. Entweder, so Ebinger, wird absichtlich vernebelt, oder sie wissen nicht, was sie tun.

"Das Mindeste, was man als Opposition verlangen kann, ist dass man klare und sachlich begründete Subventionsunterlagen bekommt und eine ehrliche Information auch über Risiken. Wir sind als politische Mandatare alle den Steuerzahlern verantwortlich. Zumindest die FPÖ nimmt diese Verantwortung sehr ernst, so Ebinger abschließend. (Schluss) hn

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