Bundeskanzler Faymann: Klimaschutz braucht konkrete Projekte

Klimaschutzkonferenz der NGO R20 von Arnold Schwarzenegger in Wien

Wien (OTS) - "Seit der Wirtschaftskrise beherrschen Themen wie Schuldenkrise, Schutzschirme und Anleihezinssätze die politische Diskussion. Wir dürfen darüber hinaus aber nicht vergessen, dass die Frage der Bildung und die Frage der Ökologie die Lebensqualität künftiger Generationen bestimmen wird", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Donnerstag, bei der R20-Klimaschutzkonferenz zum Thema "Implementing the Sustainable Energy Future" in Wien.

Der Bundeskanzler befürwortete Gespräche über Maßnahmen gegen den Klimawandel, gegen Umweltverschmutzung und für einen besseren Umgang mit natürlichen Ressourcen, forderte aber auch konkrete Schritte. "Internationale Vereinbarungen zu Energieeffizienz und zur Reduktion der Treibhausgase sind wichtig. Noch wichtiger aber ist es, konkrete Projekte auch umzusetzen. Uns ist es wichtig, auf nachhaltige Technologien zu setzen", so der Bundeskanzler, der erklärte, dass ein neues "Triple A" zu begrüßen wäre. "Wir brauchen ein Prädikat für ökologisches, verantwortungsvolles und umweltgerechtes Wirtschaften."

Österreichs Bevölkerung habe sich bereits 1978 gegen die Nutzung der Atomenergie ausgesprochen. "Nach den Ereignissen von Tschernobyl und Fukushima sehen wir, dass auch andere Länder - wie etwas Deutschland - denselben Weg einschlagen und aus der Atomenergie aussteigen wollen", so Faymann.

"Beim Anteil Erneuerbarer Energieformen am Energieverbrauch liegt Österreich auf Platz 4 in Europa: 31 Prozent kommen aus Erneuerbaren Energiequellen. Rund zwei Drittel des in Österreich erzeugten Stromes kommen aus echten, Erneuerbaren Energieformen, 58 Prozent stammen aus Wasserkraft", so der Bundeskanzler.

"Im Bereich der Forschung und auf dem Gebiet der Universität bedarf es neuer Entwicklungen. Wir müssen daher die Forschung für Erneuerbare Energie weiter unterstützen", so der Bundeskanzler, der auch ein Umdenken in der Ausbildung - Stichwort Green Jobs -einforderte.

"Ich bin Arnold Schwarzenegger deshalb sehr dankbar, dass er mit R20 eine Organisation gegründet hat, die klar aufzeigt: Wenn wir etwas ändern wollen, dann müssen wir konkrete Maßnahmen setzen", so Faymann.

"Mein Dank gilt daher allen, die an konkreten Projekten arbeiten und mit gutem Beispiel vorangehen. Denn niemand kann es sich leisten, mit dem Finger auf andere Nationen zu zeigen - jeder hat Bereiche, in denen er noch selbst genug zu tun hat", so Faymann abschließend.

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