Industrie: Höhere Energiepreise kosten heimische Jobs

IV-Vize-GS-Koren: Energieeffiziente Unternehmen nicht für hohe Effizienz bestrafen - Nicht Private und Wirtschaft gegeneinander ausspielen

Wien (OTS/PdI) - "Für die im internationalen Wettbewerb stehende österreichische Industrie ist Energieeffizienz eine der wichtigsten Säulen, um Wachstum und damit Arbeitsplätze im Land zu schaffen. Dies darf man gerade jetzt nicht leichtfertig auf das Spiel setzen. Österreichs Betriebe gehören bereits zu den meistbelasteten UND energieeffizientesten der Welt. Es ist daher kontraproduktiv und kostet heimische Jobs nunmehr zu versuchen Private gegen die Wirtschaft auszuspielen", betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, (IV) Mag. Peter Koren, heute, Donnerstag, anlässlich der aktuellen Diskussion über Energiepreise. "Mit einer Preispolitik auf dem Rücken der bereits eine schwere Last schulternden Industrie wäre der Hauptträger des besonders energieeffizienten Wachstums in Österreich am stärksten betroffen. Und man stellt damit in einer besonders sensiblen konjunkturellen Phase Milliarden-Investitionen, die gleichzeitig Energieeffizienz und Umweltschutz bedeuten, in Frage", sagte Koren. Die Standortattraktivität für die energieintensive Industrie würde durch höhere Kosten abermals vermindert.

"Angesichts der nackten Zahlen kann nicht ernsthaft überlegt werden, den Unternehmen weitere Kostenbürden aufzuerlegen, ohne ausreichend auf die spezifische Situation der Betriebe im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb Rücksicht zu nehmen. Dies wäre ein absolut unzulässiger Angriff auf die Unternehmen. In Österreich ist zwar eine 'Spreizung' nach Netzebenen vorgesehen. Die Kosten für Ökostrom steigen damit dennoch für die Industrie stetig an, genauso wie für Haushalte. Diese Systematik hat dazu geführt, dass sich die Ökostromkosten für Industrieunternehmen von 2012 auf 2013 um über 80 Prozent erhöht haben", betonte Koren. Darüber hinaus sei die Erhöhung von Energiekosten zusätzlich zu den bestehenden Klimazielen und den Zielen für Erneuerbare Energie "gerade jetzt das eindeutig falsche Signal. So sind Mitbewerber in Deutschland von Netzkosten und ETS-bedingten Strommehrkosten großteils befreit. Mit dem neuen Energieeffizienzgesetz droht in Österreich eine weitere Belastungswelle. Vielmehr müssten jene Bereiche stärker in die Pflicht genommen werden, in denen die meisten Potenziale zu heben sind", so der IV-Vize-Generalsekretär.

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