FP-Jell-Wiesinger: SP-Wohnbauwahnsinn statt Lebensqualität in Liesing

15.000 Menschen sollen auf 1,5 Prozent der Bezirksfläche wohnen

Wien (OTS/fpd) - Mindestens 50 Hektar sollen, geht es nach den Wünschen der rot-grünen Stadtregierung, im Gebiet rund um die U6 im Bereich Erlaa in den nächsten Jahren verbaut werden. "Über die Auswirkungen dieses Wohnbauwahnsinns haben sich die Rathausverantwortlichen offenbar noch nicht den Kopf zerbrochen", kritisiert die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin der FPÖ-Liesing Gabriele Jell-Wiesinger.

Dass die Bezirksvertretung ein Teilprojekt dieses Bauvorhabens abgelehnt hat, hat hoffentlich mehr als nur symbolischen Charakter. "Es steht zu befürchten, dass die Meinung des Bezirkes im Rathaus ungehört verhallt", sagt Jell-Wiesinger in Anspielung auf das Projekt Waldmühle in Kaltenleutgeben, welches gegen den Willen des Bezirkes in der jetzigen Dimension im Gemeinderat beschlossen wurde.

Auf dem Areal "In der Wiesn Süd/Ost/West" sollen insgesamt etwa 7.000 Wohnungen entstehen. Dies ergibt sich aus einer angenommenen Geschoßflächendichte von 2,0 - entspricht jener im Wohnpark Alt Erlaa - und den Errichtungskosten (Bau- und Grundkosten), die ein geförderter Wohnbau je m2 nicht überschreiten dürfe. "Auf gerade einmal 50 Hektar, das sind 1,5 Prozent der Bezirksfläche, werden etwa 15.000 Menschen, das entspricht 1/6 der bisherigen Wohnbevölkerung Liesings, ihren Wohnaufenthalt haben", rechnet Jell-Wiesinger die Dimension des Bauvorhabens vor.

Liesing hat 45.000 Wohnungen und 95.000 Einwohner. "Ich bekenne mich zum Wohnbau im Bezirk. Nur muss er sozial und mengenmäßig verträglich und in einem konstruktiven Miteinander mit der ansässigen Wohnbevölkerung erfolgen", stellt Jell-Wiesinger fest. Gleichzeitig fordert sie jedoch eine offene Diskussion über die infrastrukturellen Auswirkungen, betreffend:

  • Individualverkehr
  • öffentlicher Verkehr (U6 an der Kapazitätsgrenze angelangt, Badener Bahn keine Alternative)
  • Kinderbetreuung (Kindergartenplätze, Pflichtschulen, AHS, usw.)
  • Nahversorgung, medizinische Versorgung, kulturelle Einrichtungen...
  • Kosten der Infrastruktur (Bund, Land, Bauträger, usw.)

"Projekte zu planen und Umwidmungen vornehmen zu wollen, ohne sich auch nur im Geringsten Gedanken über die Auswirkungen zu machen, ist sicher der falsche Weg", schließt Jell-Wiesinger. (Schluss) hn

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