ORF III mit "Oberst Redl" zum 75. Geburtstag von István Szabó und einer Hommage an Bertolt Brecht

Am 1. Februar im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF-III-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr begegnet seit Beginn der Woche im Museum für angewandte Kunst außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten, deren Installationen im Rahmen der aktuellen Ausstellung "Zeichen, gefangen im Wunder" Alltag und Kultur Istanbuls thematisieren. Im ORF-III-Künstlergespräch am Freitag, dem 1. Februar 2013, steht um 19.50 Uhr Emre Hüner im Mittelpunkt. Der türkische Künstler präsentiert seine Nachbildung der Welt aus Relikten diverser Kulturen und verrät, warum für ihn Skulpturen aus Keramik als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Fortschritt und Utopie fungieren und aus welchem Grund er sich in Istanbul wie ein Fremder fühlt.

Im Hauptabend feiert ORF III Kultur und Information den bevorstehenden 75. Geburtstag des österreichisch-ungarischen Regisseurs István Szabó und zeigt um 20.15 Uhr mit "Oberst Redl" einen seiner preisgekrönten Filme. Klaus Maria Brandauer brilliert darin in der Rolle des Alfred Redl, der aus einfachen Verhältnissen stammend in der Donaumonarchie Karriere beim Militär macht. Seine latente Homosexualität treibt ihn allerdings nach dem Zerfall des Kaiserreiches in den Ruin. Klaus Maria Brandauer ist am 13. Februar auch in dem vom ORF koproduzierten Film "Die Auslöschung" um 20.15 Uhr in ORF 2 zu sehen.

"Das Ärgernis Brecht" erinnert um 22.40 Uhr an einen der einflussreichsten Dramatiker und Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts, der am 10. Februar dieses Jahres seinen 115. Geburtstag feiern würde: Bertolt Brecht erhielt im Jahr 1950 die österreichische Staatsbürgerschaft, obwohl er als Sympathisant des DDR-Regimes galt. In Wien kam es daraufhin in den Jahren 1953 bis 1963 zu einem Brecht-Boykott: Hans Weigel und Friedrich Torberg setzten einen Proteststurm in Gang, infolgedessen kein etabliertes Theater in Wien Stücke Bertolt Brechts aufführte.

Um 23.35 Uhr erzählt Bertolt Brechts Jugendliebe, Paula Banholzer, in einer faszinierenden Lebensretrospektive von jenen Jahren, in denen der Dichter noch völlig unbekannt war. Sie war Brechts große Liebe, von ihm liebevoll "Bi" genannt (die Abkürzung für "bittersüß"). In "Bi - Brechts Liebe in Augsburg" führen Robert Schindel und Christine Müller-Gött ein feinfühliges und erhellendes Interview mit der Dame, die Brecht bezaubern und ihm einen Sohn schenken, aber nie seine Ehefrau werden sollte.

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