Ridi Steibl: Eltern in ihrer Verantwortung stärken und unterstützen

ÖVP-Familiensprecherin zum Jahresbericht der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir dürfen die Eltern bei der Erziehungsaufgabe nicht alleine lassen. Kindererziehung ist schließlich auch ein Beruf und kann bzw. muss erlernt werden. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Familiensprecherin Abg. Ridi Steibl anlässlich des gestern präsentierten Jahresberichts der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, wonach sich 50 Prozent der Eltern dazu bekennen, "leichte" Formen der Gewalt und "leichte" Ohrfeigen als Erziehungsmittel anzuwenden, und sich 16 Prozent sogar zu schweren Körperstrafen bekennen. Nur 30 Prozent der Eltern ist das Gewaltverbot in der Erziehung bekannt.

Kinder fit fürs Leben zu machen - dieser Auftrag an die Eltern stellt diese vor so manche Schwierigkeiten, unabhängig davon, ob es sich um junge oder "ältere" Mütter und Väter handelt und auch, ob es das erste oder bereits vierte Kind ist. Das Bestreben aller Eltern ist sicherlich darauf gerichtet, ihr Kind bestmöglich auf die Zukunft vorzubereiten. Im Zuge dessen treten aber bei den Eltern auch immer wieder Orientierungsschwierigkeiten auf und das Bedürfnis nach Unterstützung von kompetenter Stelle. Die Ansprüche an das "Eltern-Sein" stellen sich im 21. Jahrhundert als oftmals schwierige und anspruchsvolle Aufgabe dar, die breite Hilfestellung braucht. Elternbildung und Familienberatung sollen schon vor der Geburt verstärkt bekannt gemacht und angeboten werden. Dazu soll der Mutter-Kind-Pass einen Gutschein für Elternbildung enthalten, schlägt Steibl vor und unterstreicht die Notwendigkeit von Eltern- und Partnerbildung in diesem Zusammenhang.

Steibl begrüßt in diesem Zusammenhang das neue Familienrecht von Justizministerin Beatrix Karl mit dem Kernpunkt der Obsorge und der verpflichtenden Beratung. Bei einer einvernehmlichen Scheidung ist ab 1. Februar eine Erziehungsberatung Pflicht, bei einer strittigen Scheidung kann sie vom Richter per Weisung angeordnet werden. "Das kommt sowohl den Eltern als auch den Kindern zugute", ist die Familiensprecherin überzeugt.
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