RfW-Fischer: Der Transportwirtschaft gehen die Fachkräfte aus - Heereskraftfahrschulen müssen gestärkt werden!

"Heereskraftfahrschulen ermöglichen Jugendlichen den kostenlosen Zugang zu einer Qualifikation, die von der Wirtschaft dringend nachgefragt wird."

Wien (OTS) - "Nicht alles, die jetzt von verschiedenen Seiten als "Systemerhaltung" bezeichnet wird, darf bei einer Reform des Bundesheeres "in Bausch und Bogen" wegrationalisiert werden. Das gilt ganz speziell für die Kraftfahrer, die Heereskraftfahrschulen müssen sogar gestärkt werden. Denn der Transportwirtschaft gehen die Fachkräfte aus, die Jugendlichen können sich einen C-, D- oder E-Führerschein vielfach nicht leisten", so heute Walter Fischer, RfW-Bundesobmann-Stellvertreter und RfW-NÖ-Landesobmann.

Der Mangel an Fachkräften nehme bereits jetzt dramatische Ausmaße an. In Deutschland etwa gehe die Transportwirtschaft davon aus, dass in einigen Jahren rund 150.000 Berufskraftfahrer fehlen würden. In Österreich sei die Tendenz dieselbe. "Dazu kommt, dass in den nächsten zehn bis maximal 15 Jahren eine Vielzahl an qualifizierten Mitarbeitern in Pension gehen werden, rund die Hälfte der Berufskraftfahrer in Österreich ist älter als 50 Jahre. Allein wegen der demografischen Entwicklung können nicht ausreichend Junge nachrücken", warnt Fischer. Der drohende Fachkräftemangel betreffe im Übrigen nicht nur die klassischen Transporteure, sondern genauso sämtliche Busunternehmen, inklusive aller öffentlichen Verkehrsbetriebe.

Die aktuelle Novellierung der theoretischen Führerscheinausbildung mit der Einführung von Prüfungsmodulen erleichtere zwar den Zugang zu Führerscheinklassen wie C, D oder E, das allein werde aber nicht reichen, um den Nachwuchsmangel zu bekämpfen. "Heereskraftfahrschulen ermöglichen Jugendlichen den kostenlosen Zugang zu einer Qualifikation, die von der Wirtschaft dringend nachgefragt wird und eröffnen ihnen reale Chancen am Arbeitsmarkt. Das darf überschießenden Sparambitionen keinesfalls zum Opfer fallen. Ein Mangel an Berufskraftfahrern würde zudem über kurz oder lang zu einer Verteuerung der transportierten Güter und/oder zum verschärften Ausflaggen führen", so Fischer.

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