LR Ragger: Rotes Kreuz macht es sich in Betrugsaffäre zu leicht

Lief die Unterschleife auch über die Lohnverrechnung?

Klagenfurt (OTS) - "Die Führung des Roten Kreuzes und die Arbeiterkammer machen es sich etwas zu leicht, wenn es um die Veruntreuung durch den Betriebsratsvorsitzenden und hohen SPÖ-Gewerkschafter geht. Denn neben der kriminellen Energie des Funktionärs, für die kein anderer als der dringend Tatverdächtige verantwortlich ist, stellt sich sehr wohl die Frage nach dem Umfeld, in dem ein Serienbetrug jahrelang möglich gewesen ist", erklärt Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger.

Es gehe bei diesem Fall auch darum, wie die Mitarbeiter in der Sozialwirtschaft, die täglich großartige Leistungen erbringen, behandelt werden. "Wie kann es passieren, dass in der Lohnverrechnung des Roten Kreuzes Beträge offenbar auf Geheiß des Tatverdächtigen vom Gehalt einer Mitarbeiterin abgezogen werden", fragt Ragger mit Bezug auf einen entsprechenden Bericht in einer Tageszeitung. Zu klären sei auch, ob der Tatverdächtige die schrägen Geschäfte mit Mitarbeitern des Roten Kreuzes während der Dienstzeit angebahnt und abgewickelt hat. Bevor Rot Kreuz-Chef Dr. Peter Ambrozy die Hände des Führungsteams in Unschuld wäscht und den Opfern sein Bedauern, sollte er diesen Dingen nachgehen.

Auch die AK-Führung blende die Dimension völlig aus, wie das Milieu gestaltet war, in dem Mitarbeiter von einem hohen Funktionär ausgenommen werden. "Ein Betriebsrat besteht nicht nur aus dem Vorsitzenden, was war mit seinen anderen Mitgliedern", so Ragger. Diese Fragen müssten beantwortet werden. Das Bürgerbüro des Landeshauptmannes bietet sich mit Unterstützung der Sozialabteilung als Anlaufstation für die Opfer an, damit bei Bedarf auch ein einheitlicher Rechtsbeistand organisiert werden könne. Denn in dieser Causa seien neben der Verfolgung des Tatverdächtigen auch etwaige Schadenersatzforderungen nicht auszuschließen.

Abschließend teilte Ragger mit, dass er die Sozialabteilung beauftragt habe, eine Prüfung durch einen Wirtschaftstreuhänder beim Roten Kreuz zu veranlassen. Schwerpunkte dabei u.a.: Ob tatsächlich nur Betriebsratsbeiträge der Mitarbeiter veruntreut wurden und ob bei der Lohnverrechnung illegale Anweisungen des Verdächtigen zu Lasten der Mitarbeiter erfolgt sind.

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