Weltkrebstag: Vom Todesurteil zur chronischen Erkrankung

Wien (OTS) - Im Kampf gegen zahlreiche Krebserkrankungen kommt immer häufiger personalisierte Medizin zum Einsatz. Innovative Therapieformen ermöglichen zielgerichtete Behandlungen, geringere Nebenwirkungen und bessere Lebensumstände.

"Innovative Therapien verbessern die gesamten Lebensumstände der Menschen", betonte Dr. Robin Rumler, Präsident der Pharmig, anlässlich des Weltkrebstages am 04. Februar. Gerade im onkologischen Bereich hat die personalisierte Medizin in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht: In den kommenden Jahren werden mehr und mehr Medikamente dieser Art auf den Markt kommen. Viele Krebsarten werden so gezielter und nebenwirkungsärmer behandelbar.

Allein im Jahr 2012 wurden 53 neue Arzneimittel in Europa zugelassen, so viele wie seit 1996 nicht mehr. Ein überwiegender Teil der Neuzulassungen erfolgte auf dem Gebiet der Onkologie, die in der personalisierten Medizin eine Vorreiterrolle einnimmt. Durch den Einsatz dieser gezielt wirksamen Medikamente konnten auch die Überlebenszeiten bei verschiedenen Krebsarten erheblich gesteigert werden.

Zum Beispiel stieg die Überlebenszeit bei fortgeschrittenem Brustkrebs von 22 auf 58 Monate, beim sogenannten gastrointestinalen Stromatumoren bei fortgeschrittener Erkrankung von 19 auf 57 Monate, beim Multiplen Myelom von 36 auf 72 und beim B-Zell-Lymphom von 37 auf 91 Monate. Anders betrachtet ging die die Sterblichkeit bei Prostatakrebs seit dem Jahr 2000 um 33 Prozent, bei Brustkrebs um 24 Prozent zurück.

"Die Vorteile der personalisierten Medizin liegen eindeutig in der besseren Vorhersehbarkeit von Erfolgen und der Reduktion von Nebenwirkungen", betonte Rumler, was sich überdies auch positiv auf die Kosteneffizienz auswirke.

Die Hauptaufgabe der pharmazeutischen Industrie ist es, medikamentöse Therapien zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Dies ist nur durch Forschung, das Sammeln von Erkenntnissen und Ergebnissen und das Beurteilen von Erfahrungswerten möglich. "Vor 20 Jahren war die Diagnose Krebs oft noch ein Todesurteil. Heute können viele Krebserkrankungen gut behandelt und mehr und mehr auch geheilt werden", so Rumler. Sind Heilung und Linderung nicht möglich, bedeutet eine Behandlung mit modernen Medikamenten auch einen gesellschaftlichen Mehrwert. Sie ermöglichen Patienten ihre Erkrankung bei meist besserer Lebensqualität zu ertragen und zusätzlich wertvolle Lebenszeit zu gewinnen. "Forschung und Entwicklung laufen weiter auf Hochtouren, um den Krebs weiter und noch besser in den Griff zu bekommen", so Rumler.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.

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