Frauenberger: Vielfältige Einreichungen für den Queeren Kleinprojektetopf

Mit Studien, Fortbildungen und Workshops für ein weltoffenes Wien

Wien (OTS) - Der ExpertInnenbeirat unter Vorsitz der WASt (Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen) hat entschieden, welche Projekte durch den "Queeren Kleinprojektetopf" unterstützt werden. Im ersten Halbjahr 2013 stehen für fünf Projekte insgesamt 10.000 Euro als Förderung zur Verfügung.

"Auch heuer zeugen die vielfältigen Einreichungen von bunten und aktiven Vereinstätigkeiten der Wiener Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisationen. Gefördert wird unter anderem eine Veranstaltungswoche, die sich mit Homophobie und Transphobie im Zusammenhang mit Integration und Flüchtlingspolitik auseinandersetzt. Ein anderes Projekt organisiert Workshops in Berufsschulen, die sich mit Fragen um Gleichstellung und Gerechtigkeit beschäftigen und das Vermitteln von Handlungsformen gegen Homo- und Transphobie bei Lehrlingen als Ziel haben. Insgesamt decken die geförderten Projekte eine hohe Bandbreite an Initiativen ab. Die Vereine leisten durch ihre Projekte einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass Wien das Regenbogenherz Österreichs ist und bleibt, so bunt und vielfältig wie die Farben des Regenbogens," versichert die für Antidiskriminierung zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger die Unterstützung des Engagements.

Der "Queere Kleinprojektetopf" für Projekte im LesBiSchwulen- und Transgenderbereich wurde auf Initiative der für Antidiskriminierung zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger 2010 eingerichtet und wurde 2013 zum vierten Mal mit 20.000 Euro dotiert.

- Verein "ORQOA - Oriental Queer Organisation Austria" mit der Veranstaltungswoche "Das künstliche Geschlecht - die orientalischen Versionen der Genderpolitik", die den Abbau von Homophobie und Transphobie im Zusammenhang mit Integration und Flüchtlingspolitik ins Zentrum stellt.

- Der Verein Trafo.K wird für sein Projekt "FlicFlac*", in dem Workshops in Berufsschulen organisiert werden. Ziele sind u.a. Implementierung von feministischen Inhalten und Vermitteln eines Vokabulars sowie Handlungsformen gegen Sexismus, Homo- und Transphobie bei Lehrlingen.

- Das Projekt "Sex 2.0" des Vereins Courage ist eine zweitägige Fachtagung zur Frage inwieweit sich die Debatte um Sexualitäten, Intimitäten und Beziehungen durch neue Medien verändert.

- "URBAN S*QUEERS" unterstützt bei der Weiterführung und Professionalisierung der LGBT Gruppe des Theater der Unterdrückten, die zur Erhöhung der Sichtbarkeit und der positiven Wahrnehmung von homo-bi-trans und intersexuellen Lebensweisen durch aktivistisches Straßentheater im öffentlichen Raum beitragen.

- Die Studie "Queere Kollektivität und performative Praxen: Zwischen Assimilation und Widerstand" geht den komplexen Bedingungen und Ambivalenzen queerer Aktivismen nach und behandelt die Frage, wie sehr die Inszenierungen der Gay-Pride-Paraden für eine Destabilisierung homo- und transphober Grenzlinien nutzbar ist.

Förderungen für Projekte im zweiten Halbjahr 2013 können vom 1.4. bis 31.5.2013 beantragt werden. Nähere Informationen gibt es unter der Nummer 4000-81449 oder im Internet unter www.queer.wien.at. (Schluss) grs

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