VP-Leeb: 37,1 Steuermillionen für die Vereinigten Bühnen Wien ohne Information

Wien (OTS) - Im gestrigen Gemeinderat wurde wieder einmal ein Subventionsantrag der Vereinigten Bühnen Wien über 37,1 Millionen Euro behandelt. Ein Subventionsantrag, der seinesgleichen sucht. Denn der Akt, der lediglich aus sieben Seiten bestand und in dem sich so gut wie keine Informationen über die Verwendung dieser Mittel fanden, diente den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten als Beschlussgrundlage. "Es ist erstaunlich, auf welcher dürftigen Grundlage die Volksvertreter dieser Stadt ganz locker über 16% des gesamten Kulturbudgets Wiens abstimmen", so ÖVP Kultursprecherin Isabella Leeb.

In dem Akt fanden sich tatsächlich gerade einmal eineinhalb Seiten über die Anzahl der Vorstellungen der drei Häuser der Vereinigten Bühnen, Ronacher, Raimundtheater und Theater an der Wien. Kein Budget, keine Bilanz. Dafür aber eine weitere schleierhafte Summe neben der eigentlichen 37,1 Millionen Subvention. Unter "Sonstige angesucht" fand sich nämlich noch die Summe von 7,6 Millionen, die nicht einmal die Magistratsbeamten im Kulturausschuss erklären konnten.

Die ÖVP Wien hat nachgeforscht und festgestellt, dass in dieser Summe auch ein bereits budgetierter Abgang von 6,4 Millionen versteckt wurde, der selbstverständlich später auch vom Steuerzahler zu bezahlen sein wird, was ja bereits auch vom Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien. Thomas Drozda medial bestätigt wurde.

"Auch hier wird man den Eindruck nicht los, dass die wahren Kosten, wie schon beim Kunsthaus, verschleiert werden sollten. Im Akt fanden sich keine Zahlen und nicht einmal ein Excel-Sheet mit den wichtigsten Kennzahlen, die normalerweise sogar jeder kleine Kulturverein beilegen muss, um überhaupt eine Chance auf Subvention zu erhalten", so Leeb weiter.

Die aktuelle Situation ist höchst unbefriedigend und die Vorgehensweise unprofessionell. Die Stadt Wien vergibt Millionensubventionen ohne Vergabekriterien festzulegen, nach denen eine objektive Beurteilung vorgenommen werden kann um dann den tatsächlichen weiteren Subventionsbedarf festzusetzen. Die ÖVP Wien fordert daher Zielvereinbarungen zwischen der Stadt und ihren Subventionsnehmern, die genau diese Aufgabe der Objektivierung vornehmen.

"In rezessiven Zeiten muss nämlich gegenüber dem Steuerzahler jede dieser Subventionen klar und sachlich begründbar sein. Es darf auch kein Denkverbot über mögliche Konsequenzen geben. Die Aufgabe von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist es, mit Phantasie und Geschick jene Voraussetzungen zu schaffen die den Kultureinrichtungen die besten Arbeitsbedingungen bieten und nicht einfach nur Subventionen zu erhöhen", so Leeb abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.:(+43-1) 4000 /81 913
mailto: presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001