GKK - Pesserl verwechselt Unfähigkeit mit Verantwortung

Graz (OTS/Rotes Kreuz) - Leider ist GKK-Obmann Pesserl nicht imstande, sich mit sachlichen Argumenten auseinanderzusetzen und zu begreifen, dass er durch seine feindselige Haltung den gesamten Krankentransport in der Steiermark in Bedrängnis bringt. Statt auf Sachargumente einzugehen, flüchtet er in persönliche Beleidigungen.

Dass ausgerechnet ein Funktionär, der aus der Gewerkschaftsbewegung kommt, in seiner Funktion als Kassenobmann Arbeitsplätze gefährdet, ist genauso unverständlich, wie seine Diktion, dass er einen Transport nur für jenen Zeitraum bezahlt, in dem der Patient "seinen Hintern" im Krankenwagen hat. (wörtliches Zitat von Herrn Pesserl). Dies ist einerseits sachlich falsch, denn selbstverständlich muss z.B. auch die Anfahrt abgegolten werden. Aber es stellt sich aber auch die Frage, ob er mit seiner menschenverachtenden Haltung als Chef einer Sozialversicherung geeignet ist.

Dass sowohl das Rote Kreuz, beide Grüne Kreuz Organisationen als auch der Arbeitersamariterbund mit Pesserl die gleichen Probleme haben, zeigt, dass er in seiner Funktion offenbar überfordert ist.

Warum Herr Pesserl meint, er bezahle zuviel, ist uns unverständlich, denn er bezahlt genau den Tarif und Inhalt, der vor 1999 schriftlich vereinbart wurde!

Er möchte an Tarifen aus dem Jahr 1999 festhalten, aus einer Zeit, wo ein Liter Diesel noch 61 Cent kostete. Außerdem ist die von ihm geforderte Abrechnungsart nicht zeitgemäß, sondern erinnert an längst vergangene Zeiten: wenn z.B. in einer steirischen Gemeinde ein Dialysepatient ca 2,5 km geführt wird, dann erhält der Krankentransporteur - auch dann, wenn der Wagen und die Mannschaft für etwa 2 Stunden gebunden ist - dafür etwa 3 Euro (!) und um zu diesem Geld zu kommen muss ein zweifach gestempelter (!) Transportschein vorgelegt werden. Dass kann wirklich nur Funktionärstypen gefallen, die noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind.

Pesserl sagte wörtlich: "Eine völlig unfähige Mannschaft, die da am Werk ist, an der Spitze des Roten Kreuzes. Und sie versuchen die Bevölkerung und die Beschäftigten in Geiselhaft zu nehmen."

Pesserl verwechselt hier offenbar Unfähigkeit mit Verantwortung:
denn seitens der unabhängigen Wirtschaftsprüfer kam die deutliche Warnung, den Krankentransportdienst zu den bestehenden Tarifen nicht weiter zu führen, weil dies den Bestand der Gesamtorganisation gefährde.

Die angebotenen 10 % Wertanpassung beziehen sich leider nur auf eine bestimmte Zahl von Transporten. Im Durchschnitt ergibt das Angebot von Obmann Pesserl eine Wertanpassung von 4% und dies nach 13 Jahren! Die weiters angebotene Deckelung des Fahrtenaufkommens setzt dem Ganzen noch die Krone auf, denn über die Notwendigkeit der Fahrt entscheidet nicht das Rote Kreuz. Dies kann von Verantwortungsträgern nur abgelehnt werden! Auf der anderen Seite wurde die Rezeptgebühr seitens der Sozialversicherung im gleichen Zeitraum um 65,63% angehoben!

Wir Krankentransportdienste sind jederzeit zu weiteren Sachgesprächen bereit, nur mit persönlichen Beleidigungen zu argumentieren, ist aber aufgrund der Bedeutung des Themas zu wenig!

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