Neues Volksblatt: "Wasser" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 30. Jänner 2013

Linz (OTS) - Mit "Alles fließt" meinten die griechischen Philosophen nicht etwa, dass alles den Bach hinunter geht, obwohl man dem angesichts mancher politischer Debatten einiges abgewinnen könnte. Mit "Alles fließt" wollten die gescheiten Hellenen vielmehr zum Ausdruck bringen, dass sich alles verändert, dass nichts bleibt, wie es ist.
Weil das seit Anbeginn der Zeit so ist, und weil man mit Veränderungen leicht Ängste und Verunsicherung schüren kann, geht den Populisten nie der Stoff aus. Leider.
Derzeit ist es unser Wasser, das wir Österreicher angeblich vor dem Zugriff der EU schützen müssen - obwohl niemand eine Gemeinde zwingen kann, ihre Trinkwasserversorgung zu privatisieren.
Und was macht die Kanzlerpartei SPÖ in dieser Situation? Bemüht sie sich um eine sachliche Diskussion, um Deeskalation? Weit gefehlt; sie bleibt vielmehr dort, wo sie auch in der Wehrpflicht-Debatte gestanden ist: In der Reihe der Populisten.
Dass ihr das gar nicht gut bekommen ist, dass es in diesem Land bessere Populisten gibt, dass dies nicht die Rolle einer Kanzlerpartei sein sollte - spielt alles keine Rolle! Hauptsach', man kann das Popularitäts-Loch nach dem Wehrpflicht- und Zivildienst-Debakel zuschütten. Und womit? Mit Wasser - der EU sei Dank, deren Exponenten noch immer nicht begriffen begriffen haben, dass Drüberfahren keine gute Strategie ist.

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