Mehr Flexibilität und gezielte Weiterbildung: Gesetzespaket hilft, Fachkräftebedarf zu decken und Wirtschaftsstandort zu sichern

WKÖ-Hochhauser: Forderung der Wirtschaft nach Verfahrensvereinfachung bei Rot-Weiß-Rot-Karte umgesetzt - Wirtschaft für weitere Adaptierung

Wien (OTS/PWK038) - WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser begrüßt das heute im Ministerrat beschlossene Gesetzespaket zu Bildungsteilzeit, Fachkräftestipendium und den Verfahrenserleichterungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte. "In Zeiten des demographischen Wandels, des sich verschärfenden Fachkräftemangels und internationalen Wettbewerbs setzt die Regierung damit ein wichtiges Zeichen. Weiterbildungschancen der Beschäftigten, insbesondere der geringer Qualifizierten, werden damit verbessert, und der Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte für ausländische Schlüsselkräfte wird unbürokratischer. Bessere Qualifikation und mehr Flexibilität bedeuten auch bessere Chancen am Arbeitsmarkt", hält Hochhauser fest.

Durch das neue Modell der Bildungsteilzeit kann Weiterbildung und Beschäftigung kombiniert werden. Hochhauser: "Es ist ein großer Mehrwert, dass durch die Bildungsteilzeit Unternehmer und Arbeitnehmer gemeinsam flexibel auf den Qualifikationsbedarf reagieren können und gleichzeitig den Kontakt zum Arbeitsplatz sichern können".

Positiv ist auch, dass im Rahmen des Fachkräftestipendiums ein besonderes Augenmerk auf die Teilnehmerauswahl gelegt wird und vor allem jene Ausbildungen gefördert werden sollen, in denen ein Fachkräftemangel besteht. Durch das Fachkräftestipendium können Arbeitskräfte gezielt entsprechend den Anforderungen des heimischen Arbeitsmarktes ausgebildet werden, wodurch das im Inland befindliche Arbeitskräftepotential noch besser genutzt werden kann.

Im Zuge des Fachkräftepakets wurde auch die Forderung der WKÖ, dass künftig auch Arbeitgeber den Antrag auf Erteilung einer Rot-Weiß-Rot-Karte einbringen können, umgesetzt. "Kurze und unbürokratische Verfahren tragen wesentlich zur Attraktivität eines Landes für qualifizierte Zuwanderer bei. Gerade in Ballungszentren wird zum Teil die gesetzliche Entscheidungsfrist von 8 Wochen derzeit deutlich überschritten. Die Möglichkeit der Antragseinbringung durch den Arbeitgeber stellt eine wesentliche Erleichterung dar, die die Verfahrensabwicklung künftig zügiger macht", begrüßt Hochhauser diese Neuregelung.

Rot-Weiß-Rot-Karte auf Bachelor-Absolventen ausdehnen

Bislang konnten rund 2.700 Anträge auf Erteilung einer Rot-Weiß-Rot-Karte positiv entschieden werden, die meisten davon ergingen an Manager und IT-Techniker. "Die Praxis zeigt, dass sich das System der Rot-Weiß-Rot-Karte bewährt. Auch international gilt Österreich damit als Best-Practice-Beispiel. Nun ist es an der Zeit, anhand der Erfahrungen der letzten eineinhalb Jahre Anpassungen vorzunehmen" betont die WKÖ-Generalsekretärin.
So sollte die Rot-Weiß-Rot-Karte künftig auch auf Bachelor-Absolventen ausgedehnt werden. Während ihres Studiums in Österreich eignen diese sich nicht nur die entsprechenden Fachkenntnisse an, sondern machen sich auch mit der Sprache, Lebensweise, Arbeitswelt und der Kultur vertraut. "Mit den dadurch erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen stellen Bachelor-Absolventen ein wertvolles Potenzial für die österreichische Wirtschaft dar, das durch eine geringfügige Adaptierung der Rot-Weiß-Rot-Karte besser genutzt werden sollte", so Hochhauser. (PM)

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