Bundesministerin Heinisch-Hosek: Serviceorientierte Verwaltung nutzt Vorteile von Public Private Partnerships

Atos Business Talk zu Partnerschaftsmodellen für öffentliche Verwaltung und Privatwirtschaft

Wien (OTS) - "In Zeiten der Wirtschaftskrise muss auch die öffentliche Hand mit immer knapperen Mitteln auskommen. Hier kann eine Zusammenarbeit von Verwaltung und Privatwirtschaft ein Weg sein, um Synergien zu nutzen. Wenn beide Seiten ihre Stärken einbringen, um eine Aufgabe effizient zu bewältigen, dann profitieren nicht nur die Vertragspartner, sondern vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger", sagte Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Dienstag, anlässlich der Eröffnung des Atos Business Talk im Wirtschaftsministerium. Die Veranstaltung des IT-Beratungsunternehmens Atos war dem Thema "Partnerschaftsmodelle für die öffentliche Verwaltung - Mehr als eine Frage der Aufgabenteilung?" gewidmet und brachte Fachleute aus Verwaltung und Wirtschaft zum Gedankenaustausch über innovative Praxisbeispiele zusammen.

"Der öffentliche Dienst der Zukunft ist modern, serviceorientiert und sparsam. Er soll auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen und mit der Privatwirtschaft auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Mit vielen unserer Angebote und Leistungen gehen wir bereits diesen Weg. Vor dem Hintergrund weiterhin notwendiger Sparsamkeit ist klar, dass wir diesen Weg auch weiterhin gehen. Dazu gehören strategische Partnerschaften von Verwaltung und Privatwirtschaft", sagte Heinisch-Hosek.

Die Ministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst verwies auf Erfolgsmodelle im Bereich des E-Government. Allein der elektronische Amtshelfer Help.gv.at könne auf 31 Millionen Zugriffe pro Jahr verweisen. "Mittlerweile kommunizieren knapp 70 Prozent der österreichischen Internetuserinnen und -user online mit den Behörden. Das ist ein Rekordwert, um den uns andere Länder wie beispielsweise Deutschland beneiden", so Heinisch-Hosek. Das sei nicht nur eine Verbesserung im Service, sondern bedeute auch Einsparungen für die Steuerzahlenden.

Public Private Partnerships würden neue Möglichkeiten für den öffentlichen Sektor eröffnen, gleichzeitig müssten aber auch etwaige Risiken vorab in Betracht gezogen werden. "Im Bereich der Daseinsvorsorge ist Österreich den Weg von Ausgliederungen gegangen, während andere Länder auf Privatisierungen gesetzt haben. Dabei gibt es Bereiche, in denen diese Länder ihren Schritt in die Privatwirtschaft wieder zurücknehmen mussten", erläuterte Heinisch-Hosek. Daher sei es wichtig zu hinterfragen, in welchen Bereichen Public Private Partnerships Sinn machen und wie sich die Zusammenarbeit auf lange Sicht auswirken kann.

"Gerade der IT-Bereich bietet sich für Partnerschaftsmodelle an, etwa im Bereich der Cyber Security. Österreich hat das bereits im Jahr 2008 aufgegriffen und gemeinsam mit "nic.at" ein Team an Sicherheitsexperten installiert. Wirtschaft, Wissenschaft und das Bundeskanzleramt betreiben dieses Team in Form eines Partnerschaftsmodells", so die Ministerin. Weitere Beispiele für Win-Win-Situationen seien die elektronische Zustellung amtlicher Schreiben oder das Rechtsinformationssystem RIS als App-Angebot.

"Um auch den Prozess rund um Open Data weiter zu fördern, habe ich im Vorjahr den Apps4Austria-Wettbewerb gestartet. Ich freue mich auf viele neue Ideen und Kooperationsmodelle", sagte Heinisch-Hosek. Die Ministerin dankte abschließend der Firma Atos für die Initiative zum Gedankenaustausch und wünschte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Veranstaltung.

Fotos zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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