Sexuelle Belästigung: BZÖ-Schenk: "Gesetz würde Frauen noch mehr in Opferrolle drängen"

"Es sollten für Frauen lieber vermehrt und flächendeckend Selbstverteidigungskurse angeboten werden"

Wien (OTS) - "Mit einem derartigen Gesetz würden die Frauen noch mehr in die Opferrolle gedrängt". Mit diesen Worten kommentierte heute BZÖ-Frauensprecherin Abg. Martina Schenk den Vorstoß von Heinisch-Hosek, ob sexuelle Belästigung mittels "Po-Grapschens" nun ein Delikt im Strafrecht werden soll. "Gewalt an Frauen kann man am ehesten präventiv vermeiden, indem Frauen zukünftig noch unabhängiger sowie eigenständiger werden, um damit eine stärkere Rolle in der Gesellschaft einnehmen zu können", so Schenk weiter.

"Anscheinend handelt Heinisch-Hosek hier nach dem Prinzip "die arme Frau muss man gesetzlich schützen, weil selbst kann sie das nicht". Es sollten für Frauen lieber vermehrt und flächendeckend Selbstverteidigungskurse angeboten werden. Frauen sollten daher schon sehr früh psychisch und physisch gestärkt werden. Je besser eine Frau gerüstet ist und selbstbewusster auftritt, desto besser können derartige Angriffsversuche schon im Keim erstickt werden. Selbstbewusste Frauen können sich selbst verteidigen und brauchen kein eigenes Gesetz dazu", betonte Schenk und weiter: "Die Frauenministerin soll sich besser den wichtigen Frauenthemen widmen, anstatt mit einem Orchideenthema ihrer Profilierungsneurose nachzugehen".

"Immer weniger Rechte und immer mehr Pflichten - das ist der falsche Weg. Es kann nicht das ganze Leben gesetzlich geregelt werden", so die BZÖ-Frauensprecherin abschließend.

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