ÖH: UG Novelle ein Hüftschuss mit vielen Fragezeichen

Warnung vor hohen Kosten - Prüfungsgebühren keine Option!

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist entsetzt, dass das Gesetz zu Studienplatzfinanzierung heute den MinisterInnenrat passiert hat. "Sowohl die ÖH als auch der Verfassungsdienst hat im Vorfeld scharfe Kritik am Gesetz geübt. Zu viele Fragen sind noch offen: Wer zahlt für die Aufnahmeprüfungen? Wie wird Mehrstufigkeit definiert? Und: Wie soll sich das zeitlich ausgehen? Alles in allem wird das Gesetz sowohl den Studierenden als auch den Universitäten viel Kopfzerbrechen bereiten und zahlreiche Probleme verursachen", befürchtet Christoph Huber, Generalsekretär der ÖH.

"Wir befürchten, dass sich das Wissenschaftsministerium wie so oft auf die Autonomie der Universitäten berufen wird, wenn es um die Kosten für die Aufnahmeprüfungen gehen wird. Zugangshürden werden fälschlicherweise als Mittel gesehen, die Universitäten zu entlasten - tatsächlich sind die Kosten für Erstellung, Durchführung und Auswertung der Tests aber enorm. Die Aufnahmeverfahren für Medizinstudien kosteten 2011 beispielsweise mehr als 700.000 Euro. Die ÖH verlangt vom Ministerium und den Universitäten, offenzulegen, wie die neuen Zugangshürden finanziert werden soll. Sollte der Plan sein, am Ende wieder die Studierenden in Form von Prüfungsgebühren draufzahlen zu lassen, werden wir uns das nicht gefallen lassen", so Huber.

Ist die Büchse der Pandorra erst geöffnet, drohen zahlreiche weitere negative Konsequenzen für Studierende: "Wenn die Universitäten erst Ende April festlegen müssen, ob sie Aufnahmeverfahren wollen, wird die Spanne zwischen Veröffentlichung der Prüfungsmodalitäten und dem Tag X für Studierende enorm kurz. Auch hier ist dem Ministerium die Kurzfristigkeit und die zu erwartenden Probleme für Studieninteressierte egal", so Huber. "Dass seitens der Regierung auf die zahlreiche Kritik nicht eingegangen wurde ist enttäuschend - und wird besonders Studierende aus bildungsfernen Schichten hart treffen."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Philipp Poyntner, Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 211
philipp.poyntner@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001