Smart ist der Trend für 2013

Wien (OTS) - Rund 200 Teilnehmer kamen am 24.01.2013 auf den traditionellen Bauherrenkongress 2013 nach Linz. Die themensetzende Veranstaltung verknüpfte das innovative Smart Building Thema mit der großen Herausforderung des Gebäudebestands.

Dass es bei Smart Buildings nicht allein um Technik geht, stellte Prof. Ludger Hovestadt von der ETH Zürich gleich am Anfang in seiner Key Note klar. Smarte Gebäude bedienen sich zwar möglicherweise innovativer Technik, sie unterstützen aber vor allem den Nutzer. So wurde auch der Mensch selbst in der gesamten Konferenz, welche von M.O.O.CON in Kooperation mit ÖGNI stattfand, in den Mittelpunkt gerückt. "Wir haben bereits alle nötigen Instrumente für Smart Buildings - jetzt müssen wir als Bau- und Immobilienbranche die Verantwortung wahrnehmen und diese Werkzeuge richtig einsetzen -sowohl beim Neubau, als auch beim Bestand, sowohl auf Gebäudeebene als auch im Quartier", fordert ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann auf.

Dass selbst der Bestand "smart" gemacht werden kann, zeigte etwa Dr. Frank Heinlein von der Firmengruppe Werner Sobek, die in einem Forschungsprojekt in Neu-Ulm ein Haus aus den 1930er Jahren zu einem lebenswerten Plus-Energiehaus mit großzügigen Fenstern, zusätzlichen Freiräumen und zeitgemäßen Grundrissen umwandelte. Das Gebäude produziert heute einen Energieüberschuss von mehr als 2.000 KwH pro Jahr.

In Sachen Bestand ist Österreich sogar ein Pionier, wie ÖGNI-Vorstand Christian Wetzel (CalCon) ausführte: "Österreich hat als einziges die Debatte der Lebenszykluskosten überwunden und mit der BlueCARD ein Modell der Lebenszyklusrendite geschaffen. Wir sind damit weltweite Vorreiter!"

Um echte Smart Buildings zu erzeugen muss der Bauherr den gesamten Lebenszyklus mitplanen - genauso wie er die Nutzungsphase antizipieren muss. "Ein Gebäude, das der Technik wegen intelligent ist und nicht dem Nutzer dient, ist kein wirkliches Smart Building", resümiert ÖGNI-Vizepräsident Karl Friedl (M.O.O.CON).

Vier Gebäudezertifikate verliehen

Im Rahmen des Bauherrenkongresses wurden außerdem vier neue Gebäudezertifikate vergeben. Der Karmeliterhof in Graz (Landes-Immobilien GmbH) und das Linzer BBRZ Reha erhielten ein Zertifikat in Silber. Der Bauteil 2 des in Wien errichteten Forum Schönbrunn (BAI Bauträger Austria) schaffte Gold. Außerdem wurde abermals ein Bestandsgebäude mit einer BlueCARD ausgezeichnet, dabei handelt es sich um das Innsbrucker Objekt Soho 2.

Wie schon in den letzten Jahren wurde zudem drei Personen mit dem Blue Volunteer of the Year ein besonderer Dank für deren außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ausgedrückt. Den Blue Volunteer erhielten Reinhard Labugger (RM Engineering), Anja Hogge (Assistentin bei Professor Arnold Tautschnig der Universität Innsbruck) und Karl Friedl (M.O.O.CON)

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