Ministerrat beschließt neues Bundessportfördergesetz

Darabos: "Größte Reform seit 1948" - Duales Fördermodell bringt Planbarkeit und belohnt Leistung

Wien (OTS/BMLVS) - Die Regierung hat heute, Dienstag, im Ministerrat die Reform der Bundessportförderung beschlossen. "Das neue Fördergesetz ist ein Meilenstein in der Geschichte der Bundessportförderung. Wir kommen weg von der überholten Gießkanne und fördern jetzt nachhaltig und leistungsbezogen", betont Sportminister Norbert Darabos. Für die Förderung des österreichischen Sports stehen jährlich 80 Millionen Euro zur Verfügung - das höchste Budget aller Zeiten. "Mit dem neuen Fördergesetz sorgen wir dafür, dass aus jedem Fördereuro das Maximum herausgeholt wird."

Das neue Bundessportfördergesetz baut auf fünf wesentlichen Eckpfeilern auf:

- Duales Fördermodell: Als Basis erhalten Verbände künftig eine Grundförderung, die auf vier Jahre fixiert wird. Damit werden Fixkosten abgedeckt und Planbarkeit gewährleistet. Darüber hinaus gibt es eine Maßnahmenförderung, die jährlich festgelegt wird. So können die einzelnen Verbände verschiedene Schwerpunkte setzen.

- Förder-Ranking und Budgetplus im Spitzensport: Die Förderung der Fachverbände wird künftig durch eine Rangliste, die sich an fixen Erfolgskriterien orientiert, geregelt. Dadurch wird leistungsorientiert und zielgerichtet gefördert. Insgesamt steigt das Budget für den Spitzensport um weitere fünf Millionen auf mindestens 31 Millionen Euro im Jahr.

- Mindestquote für Breitensport: Die Dachverbände sind künftig verpflichtet einen fixen Mindestsatz an ihre Vereine weiterzugeben. Das bedeutet mehr Geld und Transparenz für Österreichs Vereine.

- Zentrale Vergabe und professionelle Kontrolle: Künftig gilt das "One Stop Shop"-Prinzip. Es wird eine zentrale Förderstelle geben:
den Bundes-Sportförderungsfonds. Dadurch wird das Beantragen von Förderungen entbürokratisiert und somit einfacher. Auch der Einsatz der Fördermittel wird künftig aus einer Hand und somit wesentlich professioneller geprüft.

- Maximale Transparenz: Eine neue Förderdatenbank, die alle wesentlichen Eckdaten der Sportförderung abbildet, macht die Vergabe transparent und nachvollziehbar.

Die Fördermittel werden künftig in drei Bereichen vergeben: 50 Prozent entfallen auf den Spitzensport, 45 Prozent auf den Breitensport und 5 Prozent werden an zentrale Fördernehmer verteilt.

Ziel der Reform ist es, optimale Rahmenbedingungen für Breitensport und Spitzensport zu schaffen. Die Grundgedanken dabei sind Planbarkeit und Leistung. "Mit dem neuen Bundes-Sportfördergesetz haben wir den entscheidenden Schritt gemacht. Künftig gilt: Wer professionelle Arbeit abliefert und besondere Erfolge erreicht, wird auch besonders gefördert", sagte Sportminister Norbert Darabos.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Mag. Stefan Hirsch, Pressesprecher des Bundesministers
Tel.: 050201-1020145
stefan.hirsch@bmlvs.gv.at
http://www.bundesheer.at

Mag. (FH) Anja Richter
Büro des Sportministers

Tel: 050201-1072303
anja.richter@sport.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001