Volksgesundheit und Herrschaftswissen in Österreich

Wien (OTS) - Die gegenwärtige Diskussion über unsere Gesundheitsversorgung gleicht einem Kabukitheater finden A. Koller, Fachgruppenobmann der Gesundheitsberufe der Wirtschaftskammer Wien. Dem Volk wird von Medizinern der drohende Zeigefinger vorgehalten und Krankheit angedroht, wenn es nicht "gesund" lebt. Unser heutiges Gesundheitssystem ist also ein defizitorientiertes und nur bedingt patientenzentriertes Flickwerk. Im alten China, so A. Koller, bekamen Ärzte nur Geld, solange ihre Patienten gesund waren.

Aufgabe der Bildung und nicht des Arztes ist es

  • zu lernen gesund und körperbewusst zu leben.
  • umfassende Kenntnisse der Funktionsweise des eigenen Körpers zu erlangen.
  • zu wissen warum was und mit welchen Folgen nicht funktioniert.

Hier versagen das Bildungswesen und das Gesundheitswesen. Die Aufforderung, gesund leben zu sollen, genügt nicht. Ohne das "WIE" ist sie eine politische Bankrottmeldung.

Vielmehr zielt die Gesetzgebung darauf ab, "Herrschaftswissen" im Gesundheitswesen zu konservieren. Das Grundgesetz über die "Freiheit der Lehre" wird eingeschränkt. Über die Funktionsweise des Körpers, über Gesundheit und Krankheit dürfen nämlich nur angehende Ärzte, Pflegepersonal usw. lernen. Definitionen gibt das "Ausbildungsvorbehaltsgesetz" in http://ris.bka.gv.at vor. In den Augen von A. Koller ist dieses aus dem Jahre 1996 stammende Gesetz nicht nur eine Überregulation. Es ist ein Schritt zurück ins Mittelalter, als die Erde noch eine Scheibe zu sein hatte.

Rückfragen & Kontakt:

Anton Koller, MSc. Clinical Optometry
Fachgruppenobmann
Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe / Augenoptiker und Hörakustiker
Tel.: 01/51450-2208

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