Millennium Entwicklungsziele - Bayr fordert: Österreichs Beiträge müssen deutlich steigen

Noch 1.000 Tage um die MDGs zu erreichen - Müttergesundheit und reproduktive Gesundheit besonders weit vom Ziel entfernt

Wien (OTS/SK) - In 1.000 Tagen sollen die acht Millennium Entwicklungsziele (MDGs) erreicht sein. Dass der internationalen Staatengemeinschaft dies nicht gelingen wird, ist leider schon lange klar. Nichts desto trotz ruft Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, das Außen- und Finanzministerium auf, die Beiträge für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) deutlich aufzustocken, um den internationalen Verpflichtungen nachzukommen:
"Das BMF und das BMeiA müssen Österreichs Beitrag für die bi- und multilaterale EZA für die kommenden Jahre anheben." Der nächste wichtige Schritt laut Bayr sei "die Verhandlung des Bundesfinanzrahmengesetzes 2014-2017 heuer im Frühling", wobei darauf zu achten sei, "dass der Anteil an gestaltbarer ODA deutlich höher als in den vergangen Jahren ist". ****

Die internationale Staatengemeinschaft arbeitet bereits an einem Konzept für die Zeit nach den MDGs. "In die Formulierung der Post-MDG-Phase müssen auch die nationalen Parlamente im Norden wie im Süden, sowie internationale parlamentarische Netzwerke, einbezogen werden", betont Bayr, denn "diese sind das Bindeglied zwischen den lokalen Bevölkerungen und der nationalen und internationalen Ebene". Abschließend ruft Bayr ins Bewusstsein, dass das fünfte MDG, das eine Reduktion der Müttersterblichkeit und eine Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit vorsieht, besonders weit von seinem Ziel entfernt ist: "Noch immer haben etwa 215 Millionen Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmittel, obwohl sie das gerne hätten. Hier muss noch sehr viel geschehen, auch mit österreichischer Unterstützung." (Schluss) mo/mp

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