Hundstorfer: Bildungsteilzeit und Fachkräftestipendium werden Qualifikationen der ArbeitnehmerInnen weiter verbessern

Fachkräftepaket heute im Ministerrat beschlossen

Wien (OTS/BMASK) - "Der Schlüssel zu einer konstanten beruflichen Karriere liegt in einer möglichst guten Ausbildung. Je besser die Qualifizierung ist, umso geringer ist das Risiko arbeitslos zu werden. Daher wird der Schwerpunkt in der Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung weiter darauf bleiben, das Qualifikationsniveau der ArbeitnehmerInnen zu verbessern", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer Dienstag nach Beschluss des Fachkräftepakets im Ministerrat. Im Fachkräftepaket sind die Bildungsteilzeit, das Fachkräftestipendium, Änderungen bei der Bildungskarenz und ein leichterer Wechsel zwischen Bildungsteilzeit und Bildungskarenz enthalten. ****

Mit der heute beschlossenen Bildungsteilzeit wird es möglich, sich bei aufrechtem Dienstverhältnis weiterzubilden. Vor allem gering qualifizierte Personen sollen so für Weiterbildungsmaßnahmen gewonnen werden, unterstrich Hundstorfer. Vereinbaren ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen eine Reduktion der Arbeitszeit, damit sich der/die ArbeitnehmerIn weiterbilden kann, erhalten ArbeitnehmerInnen in Zukunft Teilzeitweiterbildungsgeld. Das Teilzeitweiterbildungsgeld beträgt bei Reduktion der Arbeitszeit um die Hälfte der Normalarbeitszeit (20 Stunden) monatlich 456 Euro, bei Reduktion der Arbeitszeit um ein Viertel monatlich (10 Stunden) 228 Euro.

Das Fachkräftestipendium (vergleichbar mit dem Selbsterhalterstipendium für Studien) ermöglicht es künftig, gering und mittel qualifizierten ArbeitnehmerInnen und Arbeitslosen sich mit Hilfe eines Stipendiums zu Facharbeitskräften in Mangelberufen und zu Pflegekräften ausbilden zu lassen. Arbeitslosigkeit ist keine Voraussetzung, um in dieses Programm einsteigen zu können. Das Stipendium kann in Höhe der Ausgleichszulage für die Dauer der Ausbildung (max. 3 Jahre) gewährt werden. Es ist eine Finanzierung im Ausmaß von maximal 25 Mio. Euro für 2013 und 2014 vorgesehen, die Abwicklung wird durch das AMS erfolgen. Vom Fachkräftestipendium profitieren knapp 2.000 Personen pro Jahr.

Neuerung gibt es auch bei der Bildungskarenz: Wer in der Bildungskarenz ein Studium absolviert, wird künftig nach einem Semester einen Leistungsnachweis (wie beim Bezug der Familienbeihilfe) vorweisen müssen. Dies ist Voraussetzung für den Fortbezug des Weiterbildungsgelds. Um in Bildungskarenz gehen zu können, muss man künftig eine Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze vorweisen.

"Mit den beschlossenen Maßnahmen hat die Bundesregierung deutlich gemacht, dass für sie ein stabiler Arbeitsmarkt und ein funktionierender, leistungsfähiger Sozialstaat von zentraler Bedeutung sind", schloss Hundstorfer. (Schluss)

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