AK 2: Mehr Jugendschutz bei Online-Werbung nötig

AK gibt Tipps, wie man sich schützen kann

Wien (OTS) - Werbekennzeichnungen und das Verbot direkter Kaufappelle an Kinder werden im Internet oft lax gehandhabt. Die Jugend muss im Internet vor unseriöser Werbung mehr geschützt werden, verlangt die AK: Es braucht Standards für die Umsetzung traditioneller Werbegrundsätze in der Online-Welt, eine bessere grenzüberschreitende Rechtsdurchsetzung und klare Regeln für App-Werbung.

Konkret verlangt die AK:

+ Regeln für die Werbung: Klare gesetzliche Regeln für Online-Werbung, die auch Kinder-Werbung miteinschließt. Sie müssen international anwendbar und durchsetzbar sein. So muss etwa für die unterschiedlichen Online-Werbeformen gewährleistet sein, dass sie eindeutig als Werbung gekennzeichnet sind.

+ App-Regeln: Nur Apps mit Mindestanforderungen an die Werbung, zum Beispiel leicht erkennbare Kennzeichnung, deutliche Hinweise auf die Kostenpflicht bei In-App-Käufen oder altersadäquate Werbung (etwa keine Bewerbung von glückspielähnlichen Angeboten), können in einem App-Shop aufgenommen werden. App-Shops müssen zum Beispiel klare Infos haben, wie wichtig kostenpflichtige In-App-Käufe für die Funktion und sinnvolle Verwendung von kostenlosen Apps sind. In-App-Käufe sollten überhaupt standardmäßig deaktiviert sein.

+ Stärkeres europäisches Datenschutzrecht: Das europäische Datenschutzrecht muss gestärkt werden, insbesondere auch die Durchsetzbarkeit, um Datenmissbrauch im Zusammenhang mit Online-Werbung zu verhindern.

Wie Eltern Ihre Kinder beim Erkennen von kommerziellen Inhalten unterstützen und sie vor teuren Werbe-Kostenfallen im Internet schützen können:

+ Gehen Sie mit Ihrem Kind verschiedene Werbeformate auf etwa YouTube oder Facebook durch, um ein gewisses kritisches Bewusstsein beim Kind zu schaffen.

+ Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind Regeln und begründen Sie diese, zum Beispiel vor einer Registrierung immer bei den Eltern nachfragen oder keine persönlichen Daten auf Websites eingeben, ohne vorher mit den Eltern darüber gesprochen zu haben.

+ Damit Ihr Kind nicht irrtümlich In-App-Einkäufe tätigt, deaktivieren Sie sie: beim iPhone etwa unter Einstellungen/Allgemein/Einschränkungen, bei Android Handys etwa durch Deaktivierung von Google Checkout, falls Sie sich dort registriert haben.

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