Huainigg: Schmied soll Dialog mit Schulpartnern initiieren

Sexualbroschüre "Ganz schön intim" zeitnah adaptieren

Wien, 28. Jänner 2013 (ÖVP-PK) "Die Einbindung der Eltern in die Sexualaufklärung ist nicht nur in einem Erlass des Unterrichtsressorts sichergestellt, sondern auch verbrieftes Recht der Europäischen Menschenrechtskonvention", sagte ÖVP-Abgeordneter Franz-Joseph Huainigg heute, Montag, zur Aufregung rund um die Sexualbroschüre "Ganz schön intim". Es ist unsensibel und kontraproduktiv, die berechtigten Sorgen zahlreicher
Elternvertreter zu ignorieren und seit Monaten nicht zu beachten. Huainigg forderte Bundesministerin Schmied dazu auf, möglichst zeitnah einen Dialog mit den Schulpartnern zu initiieren. ****

Jedenfalls reiche es nicht, darauf zu verweisen, einen gesetzeskonformen Zustand herzustellen, wie es
Unterrichtsministerin Schmied in einer Anfragebeantwortung in Bezug auf die Sexualbroschüre "Ganz schön intim" erklärt hatte. Im Rahmen dieser Anfragebeantwortung stelle die Unterrichtsministerin fest, dass die Passagen zur Leihmutterschaft entsprechend überarbeitet würden. Diese Korrektur sei bis zum heutigen Tag aber noch nicht erfolgt, da die Broschüre nach wie vor unverändert zum Download angeboten werde.

Als problematisch erachtete Huainigg auch den Umstand, dass -obwohl 75 Prozent der österreichischen Kinder in einem Haushalt mit ihren leiblichen Eltern leben - die klassische Kernfamilie in der
in Diskussion stehenden Broschüre als überholt dargestellt werde. "Es geht nicht darum, andere Familienmodelle zu negieren oder gar abzuqualifizieren. Aber auch Schmied muss zur Kenntnis nehmen, dass die Kernfamilie nach wie vor die am meisten gelebte Form des Zusammenlebens ist. Aus der Entwicklungspsychologie wie letztlich auch aus der Statistik wissen wir, wie wertvoll diese "fade" Familienform für die Entwicklung der Kinder auch ist. Das sagt absolut nichts darüber aus, dass sich Kinder nicht auch in anderen Familienkonstellationen gut entwickeln können. Und natürlich ist mir auch klar, dass die Kernfamilie nicht per se ein Persilschein für eine gute Entwicklung eines Kindes ist", so Huainigg abschließend. (Schluss)

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