Wetter-Labor Planai: Moderne Wissenschaft für die Schi-WM in Schladming

Wissenschaftsminister Töchterle und ZAMG-Direktor Staudinger besichtigen Mess-Stationen und informieren über umfangreiches Service der ZAMG

Wien (OTS) - Die Planai wird zum modernen Wetter-Labor. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) präsentierte am Montag die Betreuung der Schi-WM in Schladming mit speziellen Mess-Stationen, regionalen Vorhersage-Modellen und Meteorologen direkt im Organisations-Zentrum. "Die ZAMG hat neben der großen meteorologischen Kompetenz viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Großveranstaltungen und staatlichen Einsatzbehörden und betreut den steirischen Lawinenwarndienst. Das passt perfekt zu den Anforderungen der Schi-WM", betont Hans Grogl vom Organisations-Team der Schi-WM.

Mobile Wetterstationen, regionales Vorhersagemodell, Meteorologen vor Ort
Um die optimale Betreuung zu garantieren, sind die Wetter-Experten bereits seit einigen Wochen im Einsatz. Michael Staudinger, Direktor der ZAMG: "Das Team der ZAMG Steiermark um Alexander Podesser hat zusätzlich zum normalen Messnetz zwei Wetter-Stationen an der Strecke aufgebaut, eine im Startbereich der Herrenabfahrt am Lärchkogel in 1761 Meter Seehöhe und eine beim Kesslerschuß auf 1340 Meter Seehöhe. Außerdem wurden an einer Gondel der Planaibahn Mess-Sensoren montiert, die vertikale Wetterprofile ermöglichen. Diese Daten helfen zum einen bei der sicheren Durchführung der Bewerbe, da zum Beispiel Windböen bei Sprüngen gefährlich werden können. Zum anderen gehen alle Wetterdaten in unser spezielles Vorhersage-Modell für die Alpen ein. Damit sind sehr regionale Prognosen für Schladming und die Planai möglich."

Wissenschaftsminister Töchterle: Exzellentes Beispiel angewandter Wissenschaft
Der für die ZAMG zuständige Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle (die ZAMG ist eine nachgeordnete Dienststelle des BMWF) betonte bei der Präsentation den unmittelbaren Nutzen von Wissenschaft und Forschung: "Bei der meteorologischen Betreuung der Schi-WM geht es um die effiziente und sichere Durchführung einer Großveranstaltung mit tausenden Menschen. Die hohe Qualität der Vorhersagen und Warnungen ist nur möglich, da die Physik des Wetters in den Alpen immer genauer erforscht wird und mit immer besseren mathematischen Modellen und Großrechnern in die Zukunft gerechnet werden kann. Dazu kommen ständig verbesserte Methoden, die relevanten Vorhersagen und Warnungen den Veranstaltern von Großereignissen klar und schnell zu kommunizieren. Die ZAMG kann hier auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen", verweist Töchterle auf die Betreuung seitens der ZAMG bei zahlreichen Großveranstaltungen, wie den Hahnenkammrennen und den Salzburger Festspielen. Bei den Olympischen Spielen in Peking und Vancouver war die ZAMG ebenfalls im internationalen meteorologischen Betreuungsteam. Auch bei den Winterspielen in Sotschi wird die ZAMG dabei sein.

Alle Wetter-Daten stehen den Veranstaltern und den Renn-Teams über spezielle Web-Plattformen zur Verfügung. Ein Großteil der Daten ist frei zugänglich auf www.zamg.at und www.schladming2013.at .

Abbildungen (bei Nennung der Quelle kostenlos nutzbar)
Alle Unterlagen und Fotos sind digital abrufbar auf www.zamg.ac.at/cms/de/topmenu/ueber-uns/download

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Pressesprecherin Elisabeth Grabenweger
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