EGB-Konferenz: Gewerkschafter gegen Eingriffe in Lohnpolitik

Priorität für Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Madrid (OTS/ÖGB/EGB) - "Wer glaubt, dass wir uns das Recht auf Kollektivverhandlungen mit den Arbeitgebern nehmen lassen, der wird von den europäischen Gewerkschaften eine deutliche Antwort bekommen" - mit diesen und ähnlichen Wortmeldungen machten die GewerkschafterInnen bei der EGB-Konferenz in Madrid deutlich, dass sie Eingriffe in das Herzstück ihrer Arbeit nicht dulden werden.++++

"Nicht niedrigere Löhne werden Europa aus der Krise führen, sondern höhere Mindestlöhne, denn sie sichern die Kaufkraft, sie sorgen für Konsum, und nur das schafft Wachstum", so der Tenor. "Der Sparkurs lässt die Wirtschaft abstürzen und das zieht die Menschen mit hinunter - dabei sollten gerade die Menschen im Mittelpunkt der Politik in Europa stehen." Eine Delegierte formulierte eindringlich:
"Wir brauchen Jobs, Jobs, Jobs, und nicht Sparpolitik, Sparpolitik, Sparpolitik."

Im Kampf um einen Kurswechsel würden die Gewerkschaften auf ihre Mitglieder zählen, aber auch breite Bündnisse mit weiteren zivilgesellschaftlichen Kräften eingehen. "Dann bekommt die Europäische Politik und die nationalen Regierungen eine laute, deutliche Antwort auf die bisherige Sparpolitik und auf Versuche, die Mitbestimmung der Gewerkschaften einzuschränken." Dass es die Aufgabe der Gewerkschaften war, ist und bleiben werde - so unterschiedlich die einzelnen Modelle auch seien - Löhne zu verhandeln, machten GewerkschafterInnen aus vielen Ländern klar.

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