"kreuz und quer" am 29. Jänner: "Von Haus zu Haus. Jehovas Zeugen" und "Mit Bischof Erwin Kräutler am Amazonas"

Wien (OTS) - "kreuz & quer" - präsentiert von Doris Appel - zeigt am Dienstag, dem 29. Jänner 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 den Dokumentarfilm "Von Haus zu Haus. Jehovas Zeugen" von Krzysztof Kaczmarek, der Einblick in den Alltag und hinter die Kulissen einer Religion gibt, die ein großes Geheimnis um ihre Glaubenspraxis macht. Um 23.15 Uhr folgt Detlef Urbans Film "Bodyguard und Brevier - Mit Bischof Erwin Kräutler am Amazonas". "kreuz und quer" hat den engagierten Kirchenmann, der 2010 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, bei einer seiner Pastoralreisen begleitet.

"Von Haus zu Haus. Jehovas Zeugen" - Ein Film von Krzysztof Kaczmarek

Jeder kennt sie, die Zeugen Jehovas, die aufgrund ihrer intensiven missionarischen Tätigkeit immer wieder an die Haustüre klopfen - aber wer kennt sie wirklich? Nach zwei Jahren intensiven Kontakts und vertrauensbildender Maßnahmen gelang es dem Filmteam um Regisseur Krzysztof Kaczmarek erstmals Zugang zur Innenwelt der Zeugen Jehovas zu bekommen, während vielen Dokumentationen aufgrund der strikten Kommunikationspolitik der "Bibelforscher" meistens nur die Sichtweise der "Aussteiger" bleibt, um sich überhaupt dem Thema anzunähern.

Der nackte Realismus der Zeugen Jehovas, der scheinbar jeglicher religiöser Mystik und jeglichem Zauber beraubt ist, wurde von Kameramann Attila Boa entsprechend abgebildet. Der Dokumentarfilm besteht aus verschiedenen Szenen und Schauplätzen, die spezielle Momente im Leben der Zeugen widerspiegeln - die tägliche Missionarstätigkeit, der große Kongress in Innsbruck, Szenen aus dem Königreichssaal oder aus dem Kinderzimmer bzw. ein Besuch im Headquarter in Selters, Deutschland, dem Ort, in dem auch die bekannte Zeitschrift "Der Wachturm" gedruckt wird. Die Zeugen sprechen für sich selbst und sie zeigen, wie sich das Verhältnis von Freiheit und Gehorsam in dieser Religionsgemeinschaft, die für manche Außenstehende immer noch als Sekte wahrgenommen wird, darstellt.

Jehovas Zeugen in Österreich: Die "Zeugen Jehovas" sind in Österreich seit 1911 aktiv und seit Mai 2009 eine gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaft - mit ca. 21.000 Mitgliedern sind sie damit die fünftgrößte in Österreich. Grundlage der Lehre der Zeugen Jehovas ist der aus der Bibel abgeleitete "Plan Gottes mit der Menschheit". Dem "allmächtigen Gott und Schöpfer", Jehova oder Jahwe, sind die Zeugen zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet. Die Religionsgemeinschaft finanziert sich nach eigenen Angaben durch freiwillige Spenden.

"Bodyguard und Brevier - Mit Bischof Erwin Kräutler am Amazonas" -Ein Film von Detlef Urban

"Livramento" ("Befreiung") heißt das Schiff, mit dem der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler auf dem Rio Xingu unterwegs ist, um seine Pfarren zu besuchen. Es ist die einzige Möglichkeit, um an die entlegenen Orte im Amazonas zu kommen. Der Name des Bootes ist Programm. Erwin Kräutler ist ein Kirchenmann, auf den - wegen seines unermüdlichen Engagements für sein unterdrücktes Volk und gegen die Ausbeutung der Natur - ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Dass er daher ständig unter Personenschutz steht und stets von Bodyguards begleitet wird, verwundert nicht. Schon einige seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden auf brutalste Weise umgebracht - weil sie sich im Namen des Evangeliums auf die Seite der Armen und Unterdrückten gestellt haben, Ungerechtigkeit öffentlich angeprangert haben.

Kräutlers größte Sorge ist der Bau des Wasserkraftwerks am Rio Xingu. "Belo Monte" heißt das Kraftwerk, das das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden soll. Der Lebensraum von 30.000 Menschen jedoch wird durch den Bau des Kraftwerks zerstört, prangert Bischof Kräutler an. Durch die Veränderung der Flusslandschaft drohe eine Moskito-Plage -Denguefieber und Malaria wären die Folgen, befürchten die Flussanwohner/innen. Außerdem ist der Fluss die Lebensgrundlage der Menschen hier. Sie leben vom Fluss und vom Handel entlang der wenigen Überlandstraßen. Wird die Flusslandschaft zerstört, schwindet auch ihre Existenz. Die Sorgen der Flussanwohner/innen teilt Bischof Kräutler mit ihnen. Bei seinem Pastoralbesuch ist der geplante Staudamm ein zentrales Thema.

Nur alle zwei bis drei Jahre jedoch schafft es der gebürtige Vorarlberger die weit entfernten Gemeinden am Rio Xingu zu besuchen. Erwin Kräutler ist nämlich Bischof einer der größten Diözesen der Welt - zugänglich nur über Wasser oder über die staubige Transamazonica. "kreuz und quer" hat den engagierten Kirchenmann, der 2010 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, bei einer seiner Pastoralreisen begleitet.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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