VÖZ-Präsident Kralinger: "Dänische Presseförderung ist Benchmark für uns"

Nicht das Trägermedium, sondern der Content ist entscheidend.

Wien (OTS) - VÖZ-Präsident Thomas Kralinger bekräftigte in Hinblick auf die Reform der dänischen Presseförderung seine Forderung nach einer Neuordnung dieses Förderinstrumentes auch in Österreich. Dänemark hat soeben eine Subvention für Online-Medien beschlossen. Dieser Schritt wird von Kralinger begrüßt: "Die Zukunftsstrategie unserer Medienunternehmen verlegerischer Herkunft lautet: Nicht das Trägermedium, sondern der Content ist entscheidend. Diesem Umstand muss auch bei der Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen Rechnung getragen werden - egal ob dies die Presseförderung oder die Mehrwertsteuer betrifft."

Bei der Neugestaltung der Presseförderung solle sich die Bundesregierung am dänischen Modell orientieren. Die Regierung in Kopenhagen investiert bei circa 5,5 Mio. Einwohnern jährlich 54 Mio. Euro in die Presseförderung, was einer Förderung pro Kopf von circa 9,8 Euro entspricht. Zum Vergleich: Österreich wird 2013 bei einer Bevölkerung von circa 8,5 Mio. geschätzte 10,6 Mio. Euro für die Presseförderung ausgeben, das ist eine Pro-Kopf-Förderung von lediglich circa 1,3 Euro.

"Bei den Themen Medienvielfalt und Presseförderung kann Österreich von den Dänen lernen. Das dänische Modell kann durchaus als Benchmark dienen", betonte der VÖZ-Präsident. Denn die höheren Mittel für die Presse haben auch einen direkten Einfluss auf die Titelvielfalt in diesem Land. Die dänische Presselandschaft besteht aus mehr als 30 Tageszeitungen. "Ein deutlich kleineres Land hat fast doppelt so viele Tageszeitungen wie Österreich. Dänemark ist ein klares Best-Practice-Beispiel in puncto Presseförderung und Medienvielfalt."

Abschließend hielt Kralinger fest: "Die Presseförderung ist eine notwendige Investition in die Infrastruktur unserer Demokratie. Ohne eine vielfältige, unabhängige und kritische Presselandschaft geraten die Grundfesten unserer Demokratie ins Wanken. Wir brauchen die Reform jetzt und wir brauchen sie im vollen Umfang mit einem Fördervolumen von 50 Mio. Euro." Darüber hinaus sei eine Reform noch in dieser Legislaturperiode unumgänglich. "Hier gilt es keine Zeit zu verlieren, wenn man Qualität und Vielfalt am heimischen Medienmarkt in den nächsten Jahren erhalten und die nötigen Weichenstellungen in eine digitale Zukunft stellen möchte."

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